Diese Regeln gelten jetzt in Kiel

In der Kieler Holstenstraße und weiteren Orten der Kieler Innenstadt besteht nun eine Maskenpflicht. Foto: Ulf Dahl

Kiel. „Auch wenn das Infektionsgeschehen in Kiel derzeit noch nicht so dramatisch ist wie in vielen anderen Kommunen der Bundesrepublik, müssen wir davon ausgehen, dass die Zahlen weiter steigen werden“, sagt Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. „Jeder kann und muss dazu beitragen, dass wir mit so wenigen Einschränkungen wie nötig und so viel Freiheit wie möglich durch diese Pandemie kommen. Beschränken Sie die Kontakte, gehen Sie ins Homeoffice, wo immer es möglich ist, verzichten Sie auf private Zusammenkünfte, ohne dabei Familienangehörige vereinsamen zu lassen.“ Kämpfer selbst musste sich neben Gesundheitsdezernent Gerwin Stöcken und Bürgermeisterin Renate Treutel in Quarantäne begeben: Die beiden hatte Kontkat zu Stadtrat Christian Zierau, der in der vergangenen Woche positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden war.

Auch für die Landeshauptstatd Kiel gelten bis Ende November die nach der gültigen Landesverordnung verschärften Corona-Maßnahmen:

So dürfen sich zum Beispiel nur noch maximal zehn Personen aus zwei Haushalten treffen.

In den folgenden Bereichen des Kieler Stadtgebiets besteht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung: Bereich Hauptbahnhof mit Sophienblatt von Ringstraße bis Herzog-Friedrich-Straße, einschließlich Bushaltestellen, Bahnhofsplatz, Platz der Kieler Matrosen, Hörnbrücke und Am Germaniahafen in Verlängerung der Hörnbrücke den gesamtem Tag über. Holstenstraße mit Holstenplatz, Altem Markt und Dänischer Straße, Montag bis Sonnabend, 10 bis 20 Uhr. Dreiecksplatz und Holtenauer Straße zwischen Dreiecksplatz und Esmarchstraße, Montag bis Sonnabend, 10 bis 20 Uhr. Elisabethstraße zwischen Norddeutsche Straße und Karlstal mit Alfons-Jonas-Platz und Vinetaplatz, Montag bis Sonnabend, 10 bis 20 Uhr.

Die Weihnachtsmärkte werden abgesagt, Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen werden geschlossen. Erlaubt sind weiter die Lieferung und Abholung von Essen für zu Hause, Kantinen dürfen öffnen.

Freizeiteinrichtungen werden geschlossen. Dazu gehören auch Theater, die Oper, Kinos und Spielhallen, Fitnessstudios und Schwimmbäder werden geschlossen.

Der Amateursportbetrieb wird eingestellt, Vereine dürfen also nicht mehr trainieren. Individualsport, also etwa alleine joggen, ist weiter erlaubt. Profisport ist nur ohne Zuschauer zugelassen.

Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoostudios sind geschlossen.

Rathaus, Bürgerämter, Schulen und Kindergärten bleiben geöffnet.

Die Busse der KVG und die Fähren der Schlepp- und Fährgesellschaft fahren weiter normal nach den geltenden Fahrplänen. Die Fahrgasträume werden regelmäßig desinfiziert.

Kindergärten und Schulen bleiben mit den entsprechenden Hygienekonzepten geöffnet, Geschäfte bleiben geöffnet.

Die Senioreneinrichtungen und Pflegeheime bleiben für Besucher weiter zugänglich. „Gemeinsam mit den Einrichtungen ist es uns gelungen, ein zwar aufwendiges, aber sehr gutes Hygienekonzept zu entwickeln, mit dem wir eine vollständige soziale Isolation der Bewohner verhindern“, sagt Gesundheitsdezernent Gerwin Stöcken.

Medizinisch notwendige Behandlungen etwa bei Physiotherapeuten sind weiter möglich.

Friseure bleiben geöffnet.

Touristische Übernachtungen im Inland sind im November verboten. Übernachtungen in Hotels und Pensionen dürfen nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gebucht werden.

Weitere Informationen im Internet auf www.kiel.de/coronavirus sowie unter www.kiel.de/bekanntmachungen