Ausstellung mit „Echo“

Susanne Wurlitzer (li.) ist gemeinsam mit Laura Eckert nach Kiel gekommen, um Malerei und Skulpturen zu präsentieren. Foto: Christina Kröger

Leipziger Künstlerinnen zeigen Werke in den neuen Räumen der Galerie Brennwald

KIEL. „Wir finden das Echo ganz gut“, sagt Künstlerin Laura Eckert zur gemeinsamen Ausstellung mit Susanne Wurlitzer in der Kieler Galerie Brennwald – jetzt zu finden in den neuen Räumen in der Hardenbergstraße. Die Skulpturen von Laura Eckert und die Bilder von Susanne Wurlitzer haben auf den ersten Blick nicht viel miteinander gemeinsam. Doch die Arbeiten harmonieren, holen sich ab, fangen sich auf. „Echo“ in der Galerie Brennwald ist zudem nicht die erste gemeinsame Ausstellung, auch in Frankfurt waren die Leipzigerinnen, die sich durch die Kunstszene in der Stadt kennen, schon gemeinsam zu sehen.

Eine Gemeinsamkeit ist der Prozess bei der Arbeit an ihren Werken. Weder die Landschaften, die in Susanne Wurlitzers Bildern zu sehen sind, noch die Gesichter in Laura Eckerts Skulpturen beruhen auf der Realität, die Ausdrücke und Motive entstehen in den Köpfen der Künstlerinnen. „Das Holz habe ich gefunden, recycelt, oder es wurde mir geschenkt und lag im Atelier, bevor ich etwas damit anfangen konnte“, erklärt Laura Eckert. Ihre Werke zeigen Köpfe, manchmal auch mit dem Ansatz eines Körpers, aber immer mit neutralen Gesichtsausdrücken, „so als wäre die Person in Gedanken und Tagträumen versunken, wenn vor den Augen alles ein wenig verschwimmt“, so Eckert. Außerdem bleibt so der Interpretationsspielraum für die Betrachter: Ist da ein Lächeln, das sich andeutet, oder zeigt das Gesicht Trauer?

Susanne Wurlitzer legt viel Wert darauf, mit ihrer Malerei Stimmung, Farben und Elemente einzufangen. Dabei entstehen ihre Bilder im Prozess, selbst wenn die Formen erst mal abstrakt sind, so findet das Auge doch immer wieder Landschaften. „Ich male ohne Vorbilder“, sagt die Künstlerin, „die Bilder entstehen im Kopf.“ Neben den großflächigen Gemälden hat sie auch kleinere Arbeiten mit nach Kiel gebracht. „Hier probiere ich mich aus“, erklärt Wurlitzer, „später werden aus den kleinen Bildern eventuell auch Elemente für die großen.“ Tatsächlich sind sie bunter und gewagter: „Vielleicht wage ich bei den kleinen Arbeiten mehr.“ Christina Kröger

Zu sehen ist „Echo“ noch bis zum 5. Dezember montags und donnerstags von 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 15 bis 18 Uhr in der Galerie Brennwald, Hardenbergstraße 20 in Kiel. Infos unter www.brennwald-galerie.de