Zwischen Schilksee und Altenholz – Wandertouren in Kiel und Umgebung

Grünes Kiel: Zwischen Schilksee und Altenholz gibt es traumhaft schöne Wanderwege, an denen Wildkräuter-Fans Bärlauch, Brennnessel, Löwenzahn oder Giersch sammeln können. Credit: mhad

Schilksee. Zwischen Schilksee und Altenholz liegt ein grünes Idyll – geprägt von Auen, Wäldchen, Feldern und Weiden.

So nah am modernen Stadtleben Schilksees lässt sich zu Fuß eine kleine Zeitreise unternehmen. Der Weg führt vorbei an Vogelparadiesen, reetgedeckten Häusern und Pferdeherden. Hier treffen sich ländliche Romantik, Wanderlust und Kunstliebhaberei – bei einem Besuch des Seekamper Skulpturenparks. Die Strecke ist leicht zu gehen und für Jung und Alt zu empfehlen. Startpunkt der Route ist der Parkplatz Tempest am Olympiazentrum in Schilksee. Nach Überqueren der Fördestraße verlässt man die alltägliche Hektik des Stadtlebens. Entlang von reetgedeckten Häusern führt die Schilkseer Straße hinaus ins Grüne. Am Wegesrand zeichnet sich schon das Panorama der Schilkseer Au ab. Etwa auf Höhe der Grundschule Schilksee beginnt mit einem kurzen Treppenabgang der Schilkseer Wanderweg. Es geht hinab zum Wasser der Schilkseer Au. Der Weg schlängelt sich unmittelbar am Ufer entlang. Hier lässt sich wunderbar die heimische Vogelwelt beobachten. Im dichten Schilf brüten derzeit die Wasservögel. Vor allem in den kommenden Wochen, wenn der Nachwuchs geschlüpft ist, wird das Treiben besonders wild und bunt werden.

Über die Schilkseer Au führt eine schmale Holzbrücke. Sie ist so flach, dass man das Gefühl hat, unmittelbar über die Wasseroberfläche zu gehen. Kaum ein paar Minuten sind zu Fuß zurückgelegt und schon hat man eine andere Welt betreten. Der Zauber der Natur ist greifbar nah.

Idyllische Atmosphäre

Hinter dem hölzernen Steg wartet schon der Wald. An dieser Stelle angekommen, bietet sich zur Zeit ein Schlaraffenland für Wildkräuter-Fans: Bärlauch, Brennnessel, Giersch, Löwenzahn, Wiesen-Labkraut und viele andere. Sanft wechseln sich leichte An- und Abstiege ab. Der Weg verläuft am Waldesrand weiter und bietet einen Blick über das wellige Land und die zahlreichen Felder.

Mehre Bänke bieten hier Gelegenheit zu Verschnaufen und den Ausblick zu genießen. Nach Überqueren des Uhlenhorster Weges folgen ausgedehnte Weideflächen. Gesäumt wird das ländliche Panorama von weiteren Wäldchen.

Ruhe und Kunst

Folgt man dann dem Verlauf des Wanderweges, führt er durch einen gepflegten Kleingartenverein auf den Friedrichsruher Weg und schließlich in das Dorf Pries hinein, wo die Straßen schlicht „Dorf“ heißen.

Von hier aus führt ein Wanderweg auf den Seekamper Weg und schließlich zum ehemals adeligem Gut Seekamp. Hier befindet sich der Skulpturenpark Seekamp, den der Bildhauer Hans Kock geschaffen hat. Am Rande der Schilkseer Au, zwischen altehrwürdigen Landhäusern, stehen zahlreiche menschliche Plastiken, geometrische Skulpturen und Traumfiguren. Sie entführen auf eine weitere Reise in die Welt der Kunst. Zurück auf den Wanderweg gelangt, vollendet man anschließend die Runde um die Schilkseer Au. Ein weiteres Mal gleiten die Augen über das Vogelparadies. Auf der anderen Seite des Weges erstreckt sich das Gelände des TSV Schilksee mit seinem Fußballstadion.

Unverkennbar holt einen das städtische Leben wieder ein. Nach einem letzten Abstecher ins Grüne auf dem Feldrain erreicht man wieder die Fördestraße. Entlang der Schilkseer Straße gelangt man schließlich zurück zum Parkplatz Tempest – Start- und Ausgangspunkt der Wanderroute. Dem müden Wanderer stehen von hier aus alle kulinarischen Optionen des Olympiazentrums offen: Cafés, Eisdielen und Restaurants. Und was könnte es schöneres geben, als nach einer anregenden Wandertour durchs Grüne bei dem Meerespanorama des Olympiazentrums den Tag Revue passieren zu lassen? mhad

Eckdaten der Wandertour:

Länge: 9,7 km

Dauer: 2 bis 2,5 Stunden (gemütliches Tempo)

Höhenprofil: 5 bis 30 m über Normalnull

Schwierigkeitsgrad: leicht

Tipp: Ein Behälter oder Beutel zum Sammeln von Wildkräutern mitnehmen.