Zügige Vergabe von Medaillen – Bei der Sportlerehrung in Preetz war die Zahl der zu Ehrenden dieses Mal sehr groß

Foto: Fatima Krumm. Für jeweils mehrere Meistertitel wurden (v. li.) Silja Blechschmidt, Sarah Hinsch, Jerik Weinert, Paul Wiesner, Smilla Blechschmidt und Jakob Törper vom Tauchclub Preetz geehrt.

Preetz. Bürgermeister Björn Demmin ist stolz auf seine Stadt. Ganze 90 Sportlerinnen und Sportler gab es auf der Sportlerehrung zu auszuzeichnen. 74 von ihnen waren gekommen, um ihre Medaille persönlich entgegenzunehmen.

Nachdem die Schülerbigband des Friedrich-Schiller-Gymnasiums dem Publikum in der voll besetzten Aula in Stimmung brachte, stellte sich der Kanuclub vor, um den Sport bekannter zu machen. Dass ein Kanumarathon mal 26 und mal 55 Kilometer lang sein kann, haben die Wenigsten gewusst.

Danach folgte der Marathon der Ehrungen. Obwohl nur 26 Prozent der Geehrten weiblich sind, haben sie 36 Prozent der errungenen Titel nach Preetz geholt. Und im Jahr 2017 holten die Sportler viele Titel in die Schusterstadt. Mit 209 Titeln haben Preetzer 28 mehr geholt als im Vorjahr. Darunter sind unter anderem 17 mal der Deutsche-Meister-Titel. Einen davon holte Emma Grigull im Segeln der Bootsklasse International Canoes. Außerdem gibt es 27 mal die Norddeutsche Meisterschaft und verschiedene Platzierungen in Pokal-, Besten- und Weltmeisterschaften für Preetzer Sportler.

Für Silja Blechschmidt hat die Auszeichnung schon Tradition. Die 24-Jährige wurde zum achten oder neunten Mal für ihre Leistungen im Finswimming geehrt. „Genau weiß ich es nicht mehr.“ Dennoch ist es keine Routine für die Studentin. „Ich genieße das schon.“ Blechschmidt ist nicht nur Deutsche Meisterin im Finswimming über 100 Meter, fünf weitere Platzierungen hat sie geholt, in denen sie dreimal einen neuen Landesrekord aufgestellt hat. Ihre Kollegen aus dem Tauchclub haben ebenfalls im vergangenen Jahr Titel gehamstert.

Die Medaillen mit Schleswig-Holstein-Farben und dem Namen darauf gingen an Sportler aller Sportarten: Schwimmer, Segler, Gewichtheber, Leichtathleten, Ruderer, Tischtennisspieler, Motorsportler. Bürgervorsteher Hans-Jürgen Gärtner und der Bürgermeister haben sich beeilt, die vielen Titel einzeln vorzulesen, um die Veranstaltung nicht bis in die Nacht hinein zu ziehen.

Familie Grahl hat gleich dreifach abgeräumt. Mutter Ieva hat mit ihren Söhnen Kristaps und Gregor Titel-Platzierungen im Orientierungslauf erreicht. „Ich habe damit schon als Kind angefangen, und jetzt trainiere ich mit meinen Jungs“, sagt Grahl. Der neunjährige Gregor war der jüngste Sportler des Jahres und hat den zweiten Platz bei der Deutschen Meisterschaft in seiner Altersklasse belegt.

Die seit Jahrzehnten stattfindende Sportlerehrung liegt dem Bürgermeister am Herzen. „In einer kleinen Stadt sind die Sportvereine sozialer Treffpunkt. Die Vereine halten Preetz zusammen.“ Außerdem machen die Titel die Stadt bekannter. Demmin selbst mache nicht viel Sport. „Berufsbedingt“, meint er. Ab und zu gehe er jedoch joggen.fak