Zu Gast im Brunswiker Pavillon

Das Bild von Linda Ebert, Ohne Titel; Acryl auf Leinwand, wird neben den Arbeiten weiterer Künstler noch bis zum 4. Februar im Brunswiker Pavillon ausgestellt. FOTO: FELDMANN

 

Junge Künstler der Muthesius Kunsthochschule stellen ihre Werke aus

Kiel. Geradewegs aus dem Marburger Kunstverein kommt eine Schau von ausgewählten Werken junger Künstler der Muthesius Kunsthochschule, die nun in reduzierter Form im Brunswiker Pavillon zu sehen ist. Aus Platzgründen hat der Kurator Thomas Judisch elf künstlerische Positionen ausgewählt, die noch bis Sonntag, 4. Februar, ausgestellt sind. Im Studium können sich die Studenten nach einer Basislehre für Bildhauerei, Freie Klasse Film, Freie Kunst und Keramik, Malerei, Medienkunst/Kunst und Medien sowie Zeichnung und Druckgrafik entscheiden.

Die Ausstellung „Gastspiel“ ist somit auch eine Informationsschau über die verschiedenen Fachbereiche, die an der Muthesius Kunsthochschule gelehrt werden – auch wenn sich die Disziplinen häufig zu überschneiden beginnen. Der Fachbereich Freie Kunst und Keramik lässt beispielsweise sinnliche, haptisch erfahrbare Kunstwerke zu, die mit dem uralten Werkstoff Ton/Steinzeug und immer neuen, farbenfrohen Glasuren gearbeitet werden können. Jinhwi Lee nennt seine an die Wand montierten, farbig glasierten Werkstücke „Körperteile“. Keun Woo Lee hat eine kleine Mauer aus selbstgefertigten, unterschiedlich glasierten Ziegeln „Brick of Babel“ genannt.

Das Zusammenkommen einer Querflöte und eines Föhns, eine Installation von Florian Grebert, steht wiederum ganz in der Tradition Marcel Duchamps. Dass auch aus dem Bereich Zeichnung/Druckgrafik Reizvolles kommen kann, beweist die Arbeit von Greta Magyar. Lea Corves wiederum hat sich mit ihrer „Wand“ schon einen Wiedererkennungswert geschaffen: Allerkleinste Fundstücke aus dem Alltag werden neben Objekten, Zeichnungen und Schrift-Botschaften an die Wand gepinnt, wobei insgesamt ein grafischer Charakter entsteht.

Empfehlenswert ist ebenfalls ein Gang in den Kellerbereich, wo die Installation von Jakob Braune, „Happy now“ zu entdecken ist – der Besucher darf sich mittels eines Hebels selbst betätigen. Der Malerei verpflichtet ist die Position von Linda Ebert. Hannah Bohnen, die mit der Installation „ready or knot“ vertreten ist, nimmt parallel an der Ausstellung zum Gottfried Brockmann Preis 2017 in der Stadtgalerie Kiel teil.

Weitere ausstellende Künstler: Elvira Bäfverfeldt Marklund, Daniela Takeva, Melina Bigale, Lea Dall und Songei Lee.

Bis Sonntag, 4. Februar. Brunswiker Pavillon, Brunswiker Straße 13, Kiel. Dienstag bis Donnerstags 10 bis 17 Uhr, Freitag 10 bis 16 Uhr, Sonnabend und Sonntag 11 bis 16 Uhr.