Wünsche gehen in Erfüllung

Fröhliche Gesichter bei den Empfängern. Die Bürgerstiftung Preetz schüttete 6000 Euro aus. Feierliche Übergabe war im Ratssaal.

Preetz. „Noch ist das eine junge Pflanze“, sagt Björn Demmin, Bürgermeister in Preetz, und freut sich daher um so mehr. Denn die 2011 gegründete Bürgerstiftung Preetz konnte jetzt 6.000 Euro ausschütten. Jährlich fließt der Stiftung ein Teil der Überschüsse der Förde Sparkasse zu. Aber auch wenn Bürger etwas zustiften möchten, seien sie herzlich dazu eingeladen, betonte Demmin. Gefördert werde in den Bereichen Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur, Umwelt-, Natur-, Landschafts- und Denkmalschutz, Heimatpflege, Jugend- und Altenhilfe, öffentliches Gesundheitswesen, Sport, aber auch die Unterstützung bedürftiger Personen und schuldlos in Not geratener MitbürgerInnen sei möglich. 19 Anträge seien diesmal eingegangen, immerhin neun Vereine oder Projekte konnte der Stiftungsrat berücksichtigen. Demmin: „Das wird in Zukunft mehr werden, wir haben in Preetz eine große ehrenamtliche Vielfalt.“

1000 Euro fließen in das umweltpädagogische Projekt Theos Wiese e.V. der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule. Ronja Menzel aus der 7A nahm den Scheck entgegen: „Wir werden ein neues Bienenvolk und endlich Hühner anschaffen.“ Sarah Schröder von der Jugendfeuerwehr Preetz erhielt einen Scheck über 500 Euro für Feldbetten, die bei Jugendfreizeiten und Sportveranstaltungen zum Einsatz kommen. Mario Keipke vom Deutschen Amateur Radio Club Ortsverband Preetz DARC M11 freute sich über 500 Euro für die Ausgestaltung des frisch sanierten Clubraums im Wasserturm. 400 Euro bekam der Förderverein der städtischen Kindertagesstätten in Preetz e.V. – für vier Bücherkisten zum Austausch, wie Steffi Dommasch erläuterte. Marlen Sachse von der Flüchtlingshilfe Preetz nahm 1000 Euro für das Cricket-Team der Freien Turnerschaft e.V. entgegen: „Die Jungs wollten nicht Fußball sondern Cricket spielen, eine Commonwealth- Sportart, die sie aus ihrer Heimat kennen. Das Geld fließt in Helme, Korkbälle und Schläger.“ Seit zehn Jahren kümmert sich Klaus Schöllhorn als Privatperson um die Vergangenheit der Schusterstadt, fertigt unter anderem stadtarchäologische Fotodokumentationen an. Die 400 Euro von der Bürgerstiftung hat er bereits in eine Digitalkamera investiert. 1.500 Euro erhielten Kindergruppe und Jugendzentrum am Wasserturm, die laut Leiterin Katja Stender in die Anschaffung neuer kleiner Fußballtore gehen. Ein Antrag der besonderen Art ging dem Stiftungsrat von der Ballspielgruppe der Freien Turnerschaft e.V. ein, die ihr Anliegen mit „grafischer Untermalung“, einem bunten Bild aus Kinderhand, einreichte. Prompt gab es 300 Euro für die Ausrüstung der Bambinigruppe, in der Drei- bis Vierjährige an den Fußball herangeführt werden. Manfred Okunek nahm den Scheck über 400 Euro für die Kreisgemeinschaft Tilsit-Ragnit entgegen, die eine Heimatstube in der Gasstraße unterhält. Das Geld fließt in die Anschaffung eines Computers und Druckers zur digitalen Archivierung.