Wie sieht seniorengerechte Politik aus?

Die Kandidaten für die Bundestagswahl stellten sich in Schönberg der Fragen der Senioren. FOTO: CARSTENSEN

Schönberg. Die Bundestagskandidaten des Wahlkreises 6 stellten sich am vergangenen Donnerstag den Fragen des Seniorenbeirates Schönberg. Der Seniorenbeirat hatte die Bundestagskandidaten des Wahlkreises in den Saal des Rathauses in Schönberg eingeladen, um zu erfahren, welche Positionen sie in der Seniorenpolitik vertreten. Es ging um Themen, die Senioren bewegen: Vermeidung der Altersarmut, Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum, Vermeidung der digitalen Spaltung und Stärkung der Mitwirkungsrechte der älteren Menschen. Einig waren sich fast alle Kandidaten, dass das Rentensystem zur Vermeidung weiterer Altersarmut einer Überarbeitung oder Neugestaltung bedarf. Die möglichen Wege dorthin seien jedoch sehr unterschiedlich. Da im ländlichen Raum die Defizite bei der ärztlichen Versorgung größer werden, hatte der Seniorenbeirat auch dazu Fragen an die Politiker gestellt. Dabei wurde deutlich, dass hier die Einflussmöglichkeiten des Bundes sich auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen und den Ausbau finanzieller Anreize beschränken. Hier sind primär die Landespolitiker und die Kommunalpolitiker gefordert mit neuen Modellen und Ideen die medizinische Versorgung zu sichern. Vor allem sind sie gefordert mit der Verbesserung der Infrastruktur im ländlichen Raum auch die Attraktivität der Gemeinden zu steigern, damit es auch für Ärzte interessant wird sich im ländlichen Raum niederzulassen. Beschäftigt hat die Senioren auch die „Digitale Spaltung der Gesellschaft“ mit wachsender Rolle des Internets und der sozialen Medien. Die Kandidaten sahen hierzu nur begrenzte Möglichkeiten, der befürchteten Spaltung entgegenzuwirken. Hier sei jeder einzelne Senior gefragt, sich weiterzubilden und auch das Wissen der Kinder und Enkel zu nutzen. Auch die Volkshochschulen seien gefragt, Initiativen der Seniorenbeiräte könnten in Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen Vorschub leisten und sollten verstärkt werden. Auch für die Mobilität im ländlichen Raum kann nach Auffassung der Kandidaten der Bund nur die Rahmenbedingungen und finanzielle Anreize bieten. Die Umsetzung müsse in den Ländern und Kommunen erfolgen. ke