Wettbewerb der kreativsten Gärten

„Vorgärten“ lautet das Thema des Gartenwettbewerbs auf dem Gut Stockseehof. FOTOS: AGO

Stocksee. Der Countdown läuft. Der Wettbewerb „Small Gardens“ auf dem Gut Stockseehof wird zum Thema Vorgarten ausgetragen. Auch für Besucher ein Augenschmaus.

Kurz bevor die gestrenge Jury heute die Schaugärten auf dem Gut Stockseehof gründlich inspizieren und die Bewertungspunkte für den Gartenwettbewerb „Small Gardens“ vergeben wird, prüft Ity Baur mit kritischem Blick, ob auch alles in Ordnung ist. Mit ihrem Mann Georg bewirtschaftet sie das eigene Gut und richtet den Wettbewerb zur Gestaltung kleiner Gärten alle zwei Jahre aus. Ab Donnerstag, 1. Juni, sind die Schaugärten dann für die Besucher geöffnet, und ab 11 Uhr wird die Jury die Preisträger bekanntgeben. Das Thema lautet diesmal „Der Vorgarten – mehr als nur der Weg zur Haustür“. Denn oft stehe der Vorgarten im Schatten seines „großen Bruders“ hinter dem Haus und werde eher stiefmütterlich behandelt. Dabei habe der Vorgarten genau das Gegenteil verdient, den er soll einladend wirken und Neugier wecken, heißt es in der Begründung zur Themenwahl.

Neben dem Jurypreis wird es auch einen Presse-Preis geben, bei dem drei Vertreter der Regional- und Fachpresse „ihren“ Garten auswählen werden.

Kurz vor der Eröffnung der Schaugärten prüft Ity Baur, Eigentümerin des Gutes Stockseehof und Veranstalterin des Gartenwettbewerbs „Small Gardens“, ob alles in Ordnung ist.

Wie auch in den Vorjahren verfolgt der Wettbewerb das Ziel, die Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten für kleine Gärten zu zeigen und die Besucher mit möglichst verschiedenen Konzepten zu inspirieren.

Mit den drei zur Bewertung stehenden Anlagen ist das wunderbar gelungen, denn sie unterscheiden sich in jeder Hinsicht. „Urzeit trifft Moderne“ lautet das Motto eines Sumpfzypressengartens in schlichter Eleganz, mit Holzstegen über einem Wasserlauf, die zum Relaxen einladen. Eine völlig andere Gestaltungsidee liegt der „ländlich-rosigen Vorgartenidylle in Weiß, Rosa und Purpur/Violett“ zugrunde, die den Wunsch nach einem Kaffeeplausch mit Blich auf die üppige Vielfalt weckt.

Gänzlich anders präsentiert sich dagegen der Garten „Zuflucht“, entworfen und angelegt von einem Team aus Flüchtlingen und Helfern aus dem benachbarten Dersau. Der Garten mit einem orientalischen und einem deutschen Teil widerspiegelt die verschiedenen Facetten von Erinnerungen an die Heimat, dramatischer Flucht und Dankbarkeit, hier eine sichere Zuflucht gefunden zu haben.

Die Schaugärten sind noch bis zum 17. September zu besichtigen (Eintritt 2 Euro, Kinder und Jugendliche frei), doch ein Besuch bis zum 5. Juni lohnt sich gleich doppelt, denn ebenfalls am 1. Juni wird die fünftägige Gartenmesse „Park & Garden Country Fair“ auf dem parkähnlichen Gutsgelände eröffnet, bei der zahlreiche Aussteller Nützliches und Dekoratives für Haus, Hof, Garten und Park anbieten. Eintritt: 14 Euro, Jugendliche bis 16 Jahre frei, weitere Informationen unter www. park-garden.de. (ago)