Weg mit den Pestiziden

Großflächiger Rapsanbau ist kaum ohne chemisch-synthetische Pflanzenbehandlungsmittel machbar. FOTO: DR. INA WALENDA

Kiel. Die NaturFreunde vom Landesverband Schleswig-Holstein haben eine Broschüre zum Thema „Reduktion von Pestizideinsätzen“ herausgebracht und laden zu einer Informationsveranstaltung ins Landeshaus ein.

Pestizide werden vor allem in der Landwirtschaft, aber auch in Privathaushalten genutzt, um Pflanzen vor Unkraut und Schädlingen zu schützen. Die chemischen Mittel helfen, Ackerbau kostengünstig zu betreiben und einen höheren Ertrag zu erzielen, da die Pflanzen im ihrem Wachstum nicht behindert werden. Doch Pestizide sind in den letzten Jahren immer mehr in Verruf geraten. Besonders das Mittel Glyphosat machte viele negative Schlagzeilen und steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Pestizide enthalten Stoffe, die auf die Nervenzellen von Insekten einwirken, verschont bleibt dabei auch nicht die für die Bestäubung der Pflanzen benötigte Biene. Das massenhafte Bienensterben wird in Verbindung mit dem übermäßigen Pestizidgebrauch gebracht. Zudem verbleiben Rückstände der Pflanzenschutzmittel auf der Ernte und gelangen so in die Nahrungskette der Menschen, mit ungewissen Auswirkungen auf die Gesundheit.

Über all diese Rahmenpunkte und auch Lösungskonzepte informiert die Broschüre „Pestizide reduzieren – aber wie?“ Um die Themen öffentlich zu diskutieren, laden die NaturFreunde zusammen mit dem Landesverband Schleswig-Holstein und dem Pestizid Aktions-Netzwerk zu einer Informationsveranstaltung am Freitag, 1. Dezember, im Landeshaus Kiel ein. Mit der Fragestellung „Was ist zu tun im Echten Norden?“ werden Experten aus der Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Landwirtschaft über Probleme und Lösungen im Bereich des Pestizidsgebrauchs diskutieren und Vorträge halten. saa

Freitag, 1. Dezember, 14 bis 18 Uhr, Landeshaus Kiel, Düsternbrooker Weg 20, Kiel. Anmeldungen und Bestellungen der Broschüre unter Naturfreunde@naturfreunde-sh.de, für den Zutritt zum Landeshaus benötigen Besucher einen amtlichen Lichtbildausweis.