Wärme ist ein großes Thema

Marret Bähr kümmert sich um den Klimaschutz in Preetz und möchte Menschen, Ideen und Projekte zusammenbringen. FOTO: KIB

Preetz. Am 15. März hat sie ihre Stelle angetreten, und mittlerweile ist sie „richtig angekommen“. Marret Bähr ist die erste Preetzer Klimaschutzmanagerin.

Marret Bähr wird Projekte initiieren und Akteure zusammenbringen. In allen Bereichen, die das Thema Klimaschutz berühren. Darunter Verkehr, erneuerbare Energien, Nahrung und Konsum, Gebäude und Sanierung.

„Die Bevölkerung ist für das Thema sensibilisiert, jetzt muss es an die Umsetzung gehen“, so Bähr. Eine Grundlage ihrer Arbeit sei das bereits vorhandene Preetzer Klimaschutzkonzept mit 18 Maßnahmen. „Wärme ist ein großes Thema, denn da kann man viel sparen“, so Bähr. Unmittelbar bevor stehe die Gründung der Energiegenossenschaft für das Quartier Wunder’sche Koppel/Glindskoppel. Bähr: „Hier soll zu hundert Prozent regenerativ mit Wärme versorgt werden, über Solarthermie, Holzhackschnitzel und die Biogasanlage von Hof Hörnsee.“ Außerdem laufe die Ausschreibung zur Machbarkeitsstudie für ein Nahwärmenetz für vier Schulen und Sporthallen. Mit dabei Friedrich-Schiller-Gymnasium, Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule, die Schule am Kührener Berg und das Berufsbildungszentrum Plön. Bähr: „Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt der Stadt Preetz mit dem Kreis Plön. Auch hier wollen wir zu hundert Prozent regenerativ mit Wärme versorgen.“ Die Studie prüfe den Einsatz von Holzhackschnitzeln, Biomethan mit Wärmepumpen, Solaranlagen auf den Dächern oder einen Eisspeicher als Wärmeerzeuger.

Mit der auf drei Jahre befristeten Stelle ist die Klimaschutzmanagerin angesiedelt im Fachbereich Bauen und Umwelt, Sachgebiet Umweltangelegenheiten, Grünflächen. Auf ihren Job ist die 27-Jährige gut vorbereitet. Studiert hat die gebürtige Preetzerin zunächst Internationales Management an der süddänischen Universität in Flensburg. Ihr Master-Studium in Umweltkommunikation und -management absolvierte sie im schwedischen Uppsala. Daneben engagierte sie sich dort ehrenamtlich für internationale Studenten, leitete einen Debattierklub und organisierte einen Uni-Kurs zum Thema Nachhaltigkeit und alternative Wirtschaftsformen.

Für ein Online-Unternehmen in Helsingborg schob sie anschließend Marketing und Entwicklung für Deutschland, Österreich und Finnland an. Wichtig sei, als Stadt beim Klimaschutz eine Vorbildfunktion einzunehmen, die Bürger zu beteiligen, Gewerbe und Schulen einzubinden. Bähr: „Im Klimaschutz gibt es keine Konkurrenz. Da ist es gut, wenn wir alle zusammenarbeiten“. Und das gelte nicht nur innerhalb der Stadt. „Zusammenarbeit mit den umliegenden Kreisen und dem Land ist besonders sinnvoll bei Projekten, die groß und intensiv sind, wenn es beispielsweise um Pendlerverkehr oder Energie geht.“ kib

Eine Informationsveranstaltung zum Energieprojekt Glindskoppel sowie allgemein zum Klimaschutz in Schleswig-Holstein und im Kreis Plön gibt es Freitag, 19. Mai, 17 Uhr im Schloss Bredeneek, Am Schloss 3 in Bredeneek.