Verschenkt, gekocht, gepresst – Was tun, wenn der eigene Baum mehr Äpfel trägt, als man selbst braucht?

Der Supersommer 2018 hat auch dafür gesorgt, dass die heimischen Apfelbäume massenhaft Früchte tragen. Foto: kst

Kiel. Das Jahr 2018 ist ein Apfeljahr: Selten waren die Apfelbäume so voller Früchte wie in diesem Spätsommer und Herbst. Einige frühe Sorten sind schon abgeerntet, aber gerade unter den älteren heimischen Sorten gibt es viele, die erst in diesen Wochen oder noch später so weit sind, dass sie geerntet werden können. Aber wohin mit so vielen Äpfeln? Hier ein paar Tipps:

Wenn der Baum so voll hängt, dass die Ernte für einen allein zu viel ist, wie wäre es mit teilen? Auf der Apfelpartnerbörse des BUND Kiel kommen Menschen zusammen, die Erntehelfer suchen und Menschen, die beim Ernten helfen und dabei für den Eigenbedarf Äpfel bekommen wollen. BUND-Anpsrechpartnerin Ulrike Hunold erfasst von Anbietern die angebotene Apfelsorte, die Lagerfähigkeit, die vorhandene Menge und ob Pflückgerät vorhanden ist. Passend dazu vermittelt sie ortsnahe Interessenten, die für den Baumbesitzer und für sich Äpfel ernten wollen. Zu erreichen ist die Apfel-Partnerbörse im Internet unter www.bund-kiel.de/themen-und-projekte/apfel-partner-boerse oder unter Tel. 0431/801312. Das „Obstportal“ des BUND sammelt unter www.bund-sh.de/streuobstwiesen die vorhandenen Streuobstwiesen in Schleswig-Holstein. Wer eine Streuobstwiese kennt, kann sie dort eintragen, aber auch die Eigentümer einzelner Bäume können diese dort melden und vielleicht sogar ausdrücklich für jedermann zur Ernte freigeben.

Wie lange Äpfel nach der Ernte lagerfähig sind, hängt von der Sorte ab. Die zu bestimmen ist gar nicht so einfach. Ein paar Bestimmungshilfen gibt es unter www.bund-lemgo.de/Apfelsorten.html und www.bund-lemgo.de/alte-obstsorten.html. Vielleicht ist die eigene Apfelsorte auch auf dem „Pfad alter Obstsorten“ des Vereins Akowia im Naturerlebnisraum Kollhorst zu finden, der am Kollhorster Weg 1 in Kiel den Besuchern offen steht. Wer es genau wissen muss, könnte es beim Pomologenverein versuchen, dessen Webseite unter www.pomologen-verein.de/schleswig-holstein-hamburg.html zu erreichen ist.

Länger haltbar und besonders lecker sind selbst eingekochte Kompotte oder Säfte. Unter www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/streuobst/ bietet der Nabu eine bundesweite Übersicht über Mostereien. Viele Vereine und Institutionen bieten im Oktober aber auch Aktionen an, in deren Rahmen Besucher kleine Apfelmengen an mobilen Pressen selbst versaften können. kst