Streit um den Bauzaun

Für Alain und Ilka Mercier, die „Oma’s Kaffestuuv“ betreiben, ist der Zaun am Deepenweg ein Dorn im Auge. FOTO: JA

Stakendorf. Ein Bauzaun im Deepenweg sorgt für großen Ärger. Die Gemeinde Stakendorf hat dort wegen unrechtmäßig parkender Autos und Beschwerden der Anwohner einen Zaun aufgestellt. Ganz zum Ärger von Alain und Ilka Mercier, den Betreibern von „Oma’s Kaffestuuv“.

Das Problem: Der Vordereingang des Cafés der Merciers an der Promenade gehört zu Schönberg. Der Garten und der Eingang auf der Rückseite sind allerdings nur vom Deepenweg, der zu Stakendorf gehört, zugänglich. Dort parken deshalb viele Gäste der Kaffeestuuv. Nach den Beschwerden von Deepenweg-Anwohnern haben die Stakendorfer Gemeindevertreter nach einer Ortsbesichtigung nun einstimmig beschlossen, einen Bauzaun aufzustellen, der den Hintereingang des Schönberger Cafés versperrt. Das ist für die Merciers nicht hinnehmbar. „Ich fühle mich eingesperrt“, erzählt Ilka Mercier. „Ich kann damit nicht leben.“ Der Bauzaun soll zunächst nur eine Übergangslösung sein. Ein fester Zaun ist bestellt und soll in den nächsten Tagen aufgestellt werden.

Zwei Gespräche gab es bereits, die zu einer gemeinsamen Lösung des Problems führen sollten. Stakendorfs Bürgermeister Ernst Hansen und die Kaffeestuuv-Betreiber hatten sich allerdings vergebens zusammengefunden, um über den Bauzaun zu diskutieren, eine Lösung gab es nicht. „Das Problem gibt es schon seit vielen Jahren und jetzt müssen wir mal durchgreifen“, berichtet Stakendorfs Bürgermeister Ernst Hansen. „Das ist hier eine ruhige kleine Seitenstraße, die zu Stakendorf gehört und da haben wir das Recht, etwas zu unternehmen.“

Die Merciers haben die Amtsverwaltung um Hilfe gebeten. Die könne dort aber nichts ausrichten, da die vorhandenen Plätze im Eigentum der Gemeinde Stakendorf auf einer öffentlichen Straße seien, erklärte der Amtsleiter vom Amt für Bürgerangelegenheiten Stefan Gerlach auf Nachfrage. „Als Amtsverwaltung können wir nur beratend tätig sein.“

Seitdem der Bauzaun errichtet wurde, scheinen zumindest aber die Stakendorfer zufriedener zu sein. „Bei mir haben schon Anwohner angerufen und sich dafür bedankt“, berichtet Hansen.(ja)