Stadtteile im Laufe der Zeit

Von einem Stadtteil in den nächsten – 1960 fuhren die Kieler von Gaarden mit der Fähre in die Stadt. FOTO: FRIEDRICH MAGNUSSEN/STADTARCHIV KIEL

 

Wie Kiel sich veränderte – Fotoausstellungen im Stadtmuseum

Kiel. Das Stadtmuseum Warleberger Hof gewährt in diesem Jahr einen besonderen Blick auf Kiels Geschichte – das verspricht das Jahresprogramm, welches von Museumsdirektorin Dr. Doris Tillmann zusammen mit ihrem Team vorgestellt wurde. „Unser Ziel ist es, uns in diesem Jahr mehr als Stadtmuseum zu profilieren“, so Tillmann, die zusammen mit Sammlungsleiterin Katrin Seiler-Kroll, Kuratorin Sandra Scherreiks und Museumspädagogin Yvonne Danker die Ausstellungen vorbereitet. Ganz bewusst wurde dieses Jahr der Fokus auf die Stadt Kiel gelegt. Der Eintritt zu allen Ausstellungen ist frei.

Katrin Seiler-Kroll (v.li.), Dr. Doris Tillmann, Sandra Scherreiks und Yvonne Danker bereiten die verschiedenen Ausstellungen im Warleberger Hof vor.
FOTO: SABRINA AUST

Den Beginn macht eine Ausstellung mit dem Titel „Politische Malerei der 1970er und 1980er Jahre. Kritische Realisten in Kiel“. Diese eröffnet am Sonntag, 28. Januar, und zeigt Eindrücke aus einer Zeit des Protests gegen die maritime Rüstungsindustrie, Atomkraft und Umweltzerstörung. „In der Kieler Kunstszene wirkten in diesem Zeitraum vor allem Harald Duwe und Peter Nagel“, so Kuratorin Sandra Scherreiks. Die Ausstellung wird bis zum 3. Juni gezeigt.

Wie sich einzelne Stadtteile im Laufe der Zeit veränderten, ist Thema der Ausstellungsreihe „Kieler Stadtteile im Bild“, die am 22. April eröffnet. Dabei wird näher beleuchtet, wie sehr sich die Menschen mit ihrem Stadtteil identifizieren und was für die einzelnen Stadtteile besonders typisch ist. Die Schwarz-Weiß-Fotografien von Pressefotograf Friedrich Magnussen und Hermann Nafzger stammen aus den 1950er und 1970er Jahren. Sie zeigen Straßenzüge, Architektur, Geschäfte sowie Freizeitaktivitäten und Arbeit der Menschen im jeweiligen Viertel. „Die Ausstellung soll ein Gefühl für das Leben in den Stadtteilen vermitteln“, so Tillmann: „und dazu anregen, über Einheit und Gliederung der gesamten Stadt nachzudenken.“

Mitte des Jahres widmet sich das Stadtmuseum der Geschichte des Segelsports.
FOTO: STADTMUSEUM

Passend zur Kieler Woche wird ab dem 15. Juni das Thema „Segelsport in Kiel“ in die Museumsräume einziehen. Gezeigt werden hierfür Pokale, Plakate, Modelle von Booten und Yachten sowie Gemälde von der Kaiserzeit bis zur Jahrtausendwende. Auf kulinarische Zeitreise geht es im November, wenn die Ausstellung „Kiel kocht. Regionalgeschichte von Lebensmittelproduktion und Ernährung“ eröffnet. „Essen ist ein Kernthema des Alltags. Ein Stück Kulturgeschichte“, so Tillmann. Mittels historischer Kücheneinrichtungen, Kochbücher und Plakate aus den letzten 200 Jahren wird der Frage nach einer typischen Kieler Ernährung nachgegangen. Im Schifffahrtsmuseum werde es ein Begleitprogramm mit verstärkten Themenführungen geben, so Museumspädagogin Yvonne Danker. Zum 100-jährigen Jubiläum des Kieler Matrosenaufstandes kann ab 6. Mai im Schifffahrtsmuseum eine Sonderausstellung besucht werden.saa