Stadtmarketing Plön mit neuer Vereinsspitze

Der neue Vorstand des Vereins Stadtmarkting Plšn mit (von links) Anika Ingenkamp, Torben Marten, Oliver Langner, Christoph Gebhardt, Sšnke Knoll, Ronald Dobe, Torsten Neumaier und Lars Winter will einiges in Bewegung bringen.

Plön. Als „neues Team mit sehr viel Schwung“, begrüßten Schriftwart Torben Martens, Schatzmeister Sönke Knoll und Beisitzer Oliver Langner die frisch gewählten Vorstandsmitglieder des Stadtmarketing Plön in ihrer Runde. An der Vereinsspitze stehen künftig Ronald Dobe und Christoph Gebhardt, die Carsten Struck und Manfred Kossendey ablösen. Zudem sitzen Anika Ingenkamp, Torsten Neumaier und Lars Winter dem erweiterten Vorstand bei.

Der ausscheidende Vorsitzende Carsten Struck nutzte seinen letzten Jahresbericht in der Mitgliederversammlung für einen etwas ausführlicheren Rückblick. Vor sechs Jahren habe der Stadtmarketingverein in einer Krise gesteckt. Dabei erinnerte er an die finanziellen Belastungen durch die marode Weihnachtsbeleuchtung und den Umstand, eine unterschiedlich ausgeprägte Solidarität unter den Mitgliedern. Mit den Sternpatenschaften für die Anschaffung moderner energie- und kostensparender Lichterketten sowie der Ausrichtung der PlönSchau, um auch den außerhalb der Innenstadt gewerbetreibenden Vereinsmitgliedern eine Bühne zu geben, habe man diese Probleme weitgehend lösen können. Zudem habe man neben der seit vielen Jahren beliebten Kulturnacht andere etwas in die Vergessenheit geratenen Veranstaltungen mit veränderten Konzepten wiederbeleben können. Positive Beispiele seien hier der PlönBall als Fusion aus Ballnacht (Ortshandwerkerball) und Eisblumenball (Landjugend), die Walpurgisnacht als Ersatz für die Maibaumfeier und das Wintermärchen statt diverser Weihnachts- und Nikolausmärkte, so Struck. „Der Verein steht jetzt auf ein gesunden und soliden Basis, sodass wir den Staffelstab mit gutem Gewissen weiterreichen können.“

Der Diplom-Sozialwirt Ronald Dobe, der sich selbst als Marketingspezialist bezeichnet, nahm das symbolische Holz in seiner „Antrittsrede“ selbstbewusst an: „Ich habe das Know-how das erforderlich ist, so einen Posten zu übernehmen“, bewarb er sich um den Vorsitz. Auch seiner Sicht sei es dringend erforderlich, die Stadt aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken, erklärte er in Anspielung auf ein Zitat von Bürgermeister Lars Winter, mit dem dieser Wahlkampf gemacht hatte. „Plön muss eine Marke werden“, so Dobe. Dafür müssten „Visionen entwickelt“ und „Alleinstellungsmerkmale herausgearbeitet“ werden. So eigne sich das Schloss beispielsweise ideal als Markenbotschafter. Als relativ schnell umsetzbare Sofortmaßnahme regte Dobe „mehr Schönheit“ an, um das Stadtbild positiv zu verändern. Ein besonderes Augenmerk lenkte er dabei auf die Grünanlagen und Pflanzkästen im Stadtzentrum, die ihn oftmals an eine Friedhofsbepflanzung erinnern würde. Anderes wirke schlicht verwahrlost. „Die Menschen gehen in die Stadt, um dort zu schlendern und die Atmosphäre zu genießen.“ Ein zweites Vorhaben: „Das Verbot der Passantenstopper kann keine Lösung sein. Wer nicht werben kann, kann auch keine Leute in die Läden locken“, verkündete Dobe. Die Reaktion: Vereinzelter, spontaner Beifall.

Claus-Henrick Estorff warf ein und bemängelte, dass einige Stadtmarketing-Ideen schon länger vorhanden seien sowie mit und in den politischen Gremien diskutiert würden. „Letztlich sind die Konzepte in der Ratsversammlung gescheitert.“

Hier soll nun Plöns neuer Bürgermeister Lars Winter ins Spiel kommen, der zum Beisitzer gewählt wurde. Er strebe eine bessere Verzahnung der verschiedenen Kräfte zum Wohle der Stadtentwicklung an, so Winter. So interpretiere er seine künftige Rolle auch als Vermittler in die Politik, um Missverständnisse klären zu können. dis