Spielplatz bekommt neue Patenschaft

Günter Renner (links oben), Spielplatzkontrolleur, Christof Rapelius (rechts oben), KMTV, Sandra Bader (links unten), Amt für Kinder- und Jugendeinrichtungen und Benjamin Burkhardt, KMTV, wollen den Spielplatz im Schrevenpark erhalten. Foto: dro

Kiel. Ein neues Konzept verbreitet sich immer stärker in Kiel: Die Patenschaft für Spielplätze. Mit über 200 solcher Anlagen in der Landeshauptstadt kein kleines Unterfangen. Die Initiative soll dabei helfen, viele Plätze zu erhalten und einer mutwilligen Zerstörung entgegenzuwirken. Zuständig für die Instandhaltung der Spielgeräte ist das Amt für Kinder- und Jugendeinrichtungen. Um die Grünanlagen kümmert sich das Grünflächenamt – alleine können sie für diese große Anzahl an öffentlichen Plätzen jedoch nicht die Verantwortung tragen. Für Unterstützung sorgt hier das neue Modell. Die Paten sollen sowohl für Besucher und Anwohner als auch für Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit bieten, einen Ansprechpartner zu haben, der Wünsche und Ideen entsprechend weiterleiten kann. Sandra Bader vom Amt für Kinder- und Jugendeinrichtungen benennt den Plan genauer: „Die Paten sind sogenannte ‚Vermittler’ zwischen der Stadt beziehungsweise dem Amt für Kinder- und Jugendeinrichtungen und den Anwohnern.“ 

Durch eine schnelle Meldung bei entstandenen Sachbeschädigungen oder auch zu starken Alterungsprozessen kann eine Instandhaltung der Plätze einfacher gemacht und dadurch die Sicherheit erhöht werden. So können Kinder ohne Bedenken auf diesem Gelände spielen. Ein weiteres Ziel ist außerdem, die Plätze vielseitig und oft zu nutzen. Dies kann durch die Rückmeldung zum jeweiligen Nutzungsverhalten des Platzes und durch mögliche Verbesserungsvorschläge der Paten gesteigert werden. Darüber hinaus werden die Paten für ihre Aufgabe mit einer Haftpflichtversicherung und einer jährlichen Aufwandsentschädigung unterstützt, und sie bekommen einen eigenen Patenschaftsausweis. Nachdem in diesem Jahr bereits vier Patenschaftsverträge abgeschlossen wurden, kommt nun der Kieler MTV mit dem 66. Spielplatz hinzu. Hierfür haben der erste Vorsitzende Christof Rapelius und der Spielplatzpate Benjamin Burkhardt (beide KMTV) mit Sandra Bader vom Amt für Kinder- und Jugendeinrichtungen und Spielplatzkontrolleur Günter Renner das neue Patenschaftsschild vor dem Spielplatz im Schrevenpark angebracht. Den Grund für die Mitarbeit an dem Modell verdeutlicht Spielplatzpate Burkhardt: „Diese Initiative ist eine super Idee und für den KMTV die perfekte Möglichkeit, stärker im Outdoor-Bereich tätig zu sein.“ Bei der Unterstützung der Initiative ist für sie unter anderem das Zusammenkommen und der Austausch von Nachbarn auf diesen Plätzen ein wichtiger Punkt. Außerdem können dort auch mehr Anwohnerfeste oder eine Motorikschulung für Eltern und Kinder organisiert werden. Bereits im nächsten Jahr ist an diesem Platz ein Nachbarschaftsfest geplant.

Jeder kann eine Patenschaft übernehmen – Privatpersonen, Jugendgruppen, Schulklassen und Vereine. Als sogenannte „Patentante“ ist Sandra Bader Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Patenschaft zuständig. dro