Spannend und zum Schmunzeln

Kiel. Trixie ist 14 und hat eine alte Taschenuhr von ihrem Großvater geerbt. Sie entdeckt, dass sie mit dieser Uhr die Zeit anhalten kann, ist zunächst schockiert, erkennt dann aber, welch interessante Möglichkeiten sich damit eröffnen. Der verschwundene Großvater taucht auf, die Mona Lisa wird aus dem Louvre gestohlen, ein französischer Flötenspieler kommt ins Spiel…

Liest selbst wahnsinnig gern und hat jetzt sein erstes Buch geschrieben: Michael Voß-von Patay.

Das schriftstellerische Debut „Trixie Zeitlos und das Geheimnis der Mona Lisa“ von Michael Voß-von Patay, erschienen im Dezember 2016, ist „eine fiktive Geschichte mit Berührung zum Zeitgeschehen“. Interessant und herausfordernd müssen die Dinge sein, mit denen er sich beschäftigt, sagt der studierte Biologe, der sich mit neurophysiologischen Themen befasste, bevor er seine zweite Leidenschaft, das Programmieren, zum Beruf machte. Heute arbeitet er für eine Softwarefirma in Kiel. Physikalische Phänomene interessieren ihn sehr, daher spiele in der Geschichte um Trixie die Zeit eine wichtige Rolle: Sie sei keineswegs absolut, sondern variabel und noch nicht verstanden.

„Aber keine Angst, das Buch ist keine wissenschaftliche Abhandlung“, so Voß-von Patay, er habe lediglich sein Wissen um diese Dinge ein bisschen mit einfließen lassen. Offiziell als Kinder- und Jugendbuch deklariert, eigne sich sein Werk jedoch auch für Erwachsene. Schließlich gehe es darum, wie schwierig es ist, Entscheidungen zu treffen und um die Zweifel, die man nach einer Entscheidung haben kann. Dass man nicht immer nur „vernünftig“ handeln, sondern auch sein Bauchgefühl berücksichtigen sollte.

„Meine Kinder lesen viel und sind sehr anspruchsvoll – hopp oder top. Ich wollte wissen, ob ich selbst in der Lage bin, eine Geschichte zu erzählen, die sie begeistert“, erklärt Voß-von Patay seine Motivation. Spannend sollte es sein, aber kein Thriller, sondern zum Schmunzeln anregen. Das hat er geschafft. „Ein lustiges Buch“, so das Urteil seiner Töchter. Zum Schreiben braucht er Ruhe, und er muss in Stimmung sein: Da bleibe nur der Feierabend, das Wochenende, der Urlaub. Eineinhalb Jahre habe er gebraucht. „Wenn ich schreibe, sehe ich die Handlung und höre die Dialoge wie in einem Film“, schildert Voß-von Patay den kreativen Prozess, „ich freue mich, wenn ich mit meinem Buch etwas bewirken kann, zum Nachdenken anrege, wenn es weiter bringt.“ Die Idee für eine Fortsetzung sei auch schon da, er würde sie wahrscheinlich im südamerikanischen Regenwald verorten, für den er sich als Biologe besonders interessiert. Schon als Kind habe er sich mit Insekten beschäftigt, verfüge über eine große Käfersammlung… Die Leser wird es freuen, Stoff genug ist vorhanden.

„Trixie Zeitlos und das Geheimnis der Mona Lisa“ von Michael Voß-von Patay, erschienen als Hörbuch und Druckversion (161 Seiten) im Selbstverlag über Amazon.