Sommerfest mit „Niedlichkeitsfaktor“

Das Einhörnchen-Baby Greta ist rund fünf Wochen alt.

Eckernförde. Es war „proppenvoll“ beim Sommerfest in der Eichhörnchen-Schutz-Station. Viele Familien und Ausflügler informierten sich über diese laut Bundesartenschutzgesetz besonders geschützten Wildtiere. Sehenswert: die Fütterung der Eichhörnchen-Babys.

Monika Rademacher (Mitte, re.), erklärte den Besuchern am Eichhörnchen-Gehege in Eckernförde die Arbeit der Schutz-Station. FOTOS: MS

„Wir sind anscheinend doch so begehrt und beliebt, es ist proppenvoll“, Monika Rademacher, Leiterin der Eichhörnchen-Schutz-Station im Eckernförder UmweltInfoZentrum zeigte sich angesichts des Besucherandrangs am 28. Mai hochzufrieden. Fast pünktlich um 11 Uhr klarte das Wetter auf zu einem herrlichen Sommertag. Zusammen mit einem im wesentlichen aus Ehrenamtlichen bestehenden Team, hatte Rademacher ein buntes Programm aus Informationen, Tierfütterung und Kinderspaß zusammengestellt. 15 Helfer waren beim Fest im Einsatz. Ohne sie ginge nichts: „Das Team ist toll, ganz zuverlässig und sie stehen immer parat“, lobte die Chefin. Kinderschminken, Ringe werfen, Verkaufs- und Infostand, Kaffee und Kuchen, Bratwürstchen vom Grill: alle Einnahmen kommen zu 100 Prozent der Eichhörnchen-Schutz-Station zugute, sagte Rademacher. Während andere noch das Gelände erkundeten, versammelten sich rund 50 Gäste zu ihrer informativen Führung am Gehege. Der Niedlichkeitsfaktor der Tiere sei groß, aber, so verdeutlichte die gebürtige Sauerländerin, es seien Wildtiere mit einem großen Bewegungsdrang, die sich nicht als Kuscheltiere eigneten.

Die wenigen Wochen alten Eichhörnchen-Babys werden alle drei bis vier Stunden mit der Spritze gefüttert.

In diesem Jahr hat die Station bereits 94 Eichhörnchen aufgenommen, wieder aufgepäppelt und konnte mehr als die Hälfte auswildern. Auch wenn neun gehandicapte Tiere Dauergäste der Station seien: „Auswilderung geht über alles“, betonte sie. Immer wieder müssen auch Winzlinge versorgt werden und das konnten die Besucher in der 16:15 Uhr-Fütterung hautnah miterleben. Drei Eichhörnchen-Babys, drei Frauen: die Leiterin sowie Regina, Ein-Euro-Jobberin, und Lea, 15-jährige Schülerin, vom Eichhörnchen-Team fütterten jeweils ein Jungtier. Die zwei Kleinsten waren gerade drei bis vier Wochen alt, die Augen noch kaum geöffnet. Dritte im Bunde war „Greta“, die sich mit ihren fünf Lebenswochen schon deutlich aktiver verhielt. Rademacher warnte eindringlich davor, Eichhörnchen-Findelkinder allein aufzuziehen. Es sei zu viel zu beachten, „lieber abgeben“. Wer sie im heimischen Garten füttern will, kann neben Nüssen, Samen und Körnern auch Obst- und Gemüsestückchen anbieten. Fleisch fräßen sie dagegen nicht, auch keine Vögel. Die Eichhörnchen-Patin Christine aus Kiel half an diesem Tag am Verkaufsstand aus und hatte am Ende 15 Futterstationen, viele Postkarten, Aufkleber und Hörnchen-Lollies verkauft.

Eichhörnchen-Schutz-Station, Eckernförde (Hans-Christian-Andersen-Weg 7), geöffnet Di – So 10 – 16 Uhr, www.eichhoernchen-eck.de (Ms)