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So helft Ihr Euren Tieren bei Gewitter

Gladskikh Tatiana, shutterstock.com

Gerade in den warmen Sommermonaten kommt es oft zu heftigen Gewittern. Viele Haustiere haben dann Angst, wollen sich verstecken oder gar weglaufen.Wir haben einige Tipps, wie Ihr Euren Vierbeinern bei Gewitter helfen und für mehr Entspannung sorgen könnt.

Ruhe bewahren

Sowohl Hund als auch Katze verstecken sich bei Gewitter gerne und lassen sich von ihrem Instinkt leiten. Sie suchen sich dafür einen Ort aus, an dem sie sich sicher fühlen. Lasst Euer Tier in dieser Situation in Ruhe und versucht nicht, es dort herauszuholen. Wichtig ist, dass Ihr selbst ruhig bleibt und das Gewitter, so gut es geht, ignoriert. Unruhe und Nervosität spüren die Tiere sofort.

Gegebenenfalls ignorieren

Viele Hunde jaulen, jammern oder bellen sobald das Gewitter losgeht. Ignoriert Euren Hund in so einer Situation. Wenn Ihr ihn streichelt oder versucht ihn zu trösten, kann es sein, dass ihn das bestärkt und seine Angst größer wird. Generell gilt: Ihr kennt Euren Liebling am besten. Sollte er Eure Nähe und Zuneigung suchen, solltet Ihr ihm diese auf keinen Fall verwehren.

Alles verschließen

Schließt alle Fenster, Türen und Rolläden. Das schwächt die Lautstärke des Donners ab und die Tiere können die Blitze nicht sehen. Fernseher oder Radio helfen ebenfalls, den Donner zu überspielen und die Tiere abzulenken. Richtet Eurem Tier einen schönen Platz in einem dunklen Zimmer ein, sodass es sich zurückziehen kann und so wenig wie möglich mitbekommt.

Ablenkung

Bei manchen Haustieren hilft auch eine Ablenkung. Mit dem Lieblingsspielzeug spielen oder Futterspiele mit anschließender Belohnung können die Tiere beruhigen. Das kann einen positiven Effekt auf das Empfinden bei Gewitter haben.

Medikamente

Einige Haustiere regen sich sehr auf, sobald ein Gewitter in der Luft liegt. Besonders bei alten oder herzkranken Hunden oder Katzen kann das kritisch sein. Deshalb gibt es Medikamente, die die Tiere beruhigen können. So etwas sollte jedoch niemals ohne tierärztliche Anweisung verabreicht werden. Bevor Ihr solche Maßnahmen ergreift, versucht vorerst. Euren Lieblingen die Angst mit den oben genannten Tipps oder pflanzlichen Medikamenten zu nehmen.

Bei großer Angst können auch natürliche Mittel helfen, wie etwa Bachblütentropfen oder Zylkene. Letzteres soll durch natürliche Milchproteine helfen und damit den Effekt hervorrufen, den Welpen nach dem Säugen haben. Denn die Entspannung der Welpen kommt durch das aus Milchproteinen gewonnene Trypsin-hydrolysierte Kasein. Die Gabe sollte mindestens ein bis zwei Tage vor dem Ereignis – wie beispielsweise Silvester – gegeben werden. Laut Hersteller bedarf es bei einigen Tieren einer früherer Gabe von fünf bis sieben Tagen. Was ebenfalls helfen soll, ist ein Zerstäuber. Dieser wird in eine Steckdose gesteckt, versprüht Beruhigungspheromone und soll so bei stress- und angstbedingten Problemen der Hunde helfen. Für Katzen gibt es dieses Produkt beispielsweise von Feliway. Lasst Euch hierzu am besten von Eurem Tierarzt beraten.

 

 

Wichtig: Finger weg von Acepromazin!

Das Mittel wurde in der Vergangenheit oft eingesetzt und es schien, als würde es bei Hunden wunderbar wirken. Mittlerweile weiß man allerdings, dass die Tiere durch das Medikament zwar schlapp wurden, die Geräuschempfindlichkeit und Angst dennoch bestehen bleibt. Heißt: Der Hund hat genau so eine große Panik wie vorher, ist aber körperlich nicht mehr in der Lage, erkennbare Reaktionen zu zeigen.