So geht Sommer in Kiel – Die Hitze bleibt noch, die Förde wird zum Revier von Badenden

Die Studenten Julius, Luisa und Alina (v. li.) gehören zu denen, die im Moment jede Möglichkeit nutzen, sich mit einem Sprung in die Kieler Förde abzukühlen. Foto: kst

Kiel. Wer in Kiel an der Förde entlanggeht, kann in diesen Tagen ein seltenes Sommerfeeling genießen: Menschen sitzen im Schatten und blicken aufs Wasser, alles läuft irgendwie langsamer und scheinbar entspannter als sonst. Und wo immer es geht, liegen Menschen auf den Stegen in der Sonne und springen von dort aus direkt in die Kieler Förde, um sich abzukühlen. Für den 22-jährigen Julius aus München, der zurzeit am Geomar studiert, ist das die schnellste Möglichkeit, in der Mittagspause Erfrischung zu finden – der nächste Strand oder auch das Seebad Düsternbrook sind von seinem Arbeitsplatz deutlich weiter entfernt. Und die 21-jährige Studentin Luisa kommt gern sogar mehrmals am Tag an die Kiellinie, um von einem der Stege ins Wasser zu springen. Gelegenheit dürften die beiden dafür in den kommenden Tagen noch genug haben: Nur am heutigen Sonnabend sollte man mit dem Baden wegen drohender Gewitter wohl vorsichtig sein. Laut wetteronline.de bleibt es heute zwar mit bis zu 31 Grad sehr warm, gegen Nachmittag und Abend kann es aber schauern, blitzen und donnern. Der morgige Sonntag verspricht allerdings wieder rund 14 Stunden Sonne und Badewetter mit – etwas kühleren – 26 Grad.

Die Wasserqualität an den regelmäßig beprobten Badestellen im Binnenland und an den Küsten ist laut Angaben des Landes-Gesundheitsministeriums nach wie vor gut, auch wenn es in Binnengewässern passieren kann, dass je nach Windrichtung und Beschaffenheit einzelner Badestellen die Menge an Blaualgen und / oder Zerkarien so hoch wird, dass sie das Badevergnügen beeinträchtigen. Darüber informieren die zuständigen Behörden direkt vor Ort. Zu einer möglichen Belastung der Ostsee mit Vibrio-Bakterien schreibt das Gesundheitsministerium auf seiner Webseite, dass solche Bakterien ab einer Wassertemperatur von 20 Grad „aktiviert werden können“. Für immungeschwächte Menschen (zum Beispiel durch HIV oder Hepatitis) können solche Bakterien gefährlich sein. Diesen Personen empfiehlt das Ministerium darum vorsorglich, auf ein Bad in der warmen Ostsee zu verzichten. Kst