Siegerentwurf für Kita-Neubau in Kronsburg

Jens Beckmann, Ute Sündermann, Daniela Semmler und Emmy (v.i.) zeigen es schon mal: Nach diesem Modell soll der Kita-Neubau an genau dieser Stelle entstehen. FOTO: KIRCHENKREIS ALTHOLSTEIN

Kronsburg. Es soll das sprichwörtliche Sahnestück werden, sowohl pädagogisch als auch architektonisch: Das neue Gebäude der Ev. Kindertagesstätte Kirchenzwerge im Kieler Stadtteil Kronsburg. Ein Preisgericht hat nun den Entwurf eines Architektenwettbewerbs als Sieger prämiert, nach dem der voraussichtlich 2,5 Millionen Euro teure Neubau 2018 realisiert wird.

„Das neue Gebäude passt sich harmonisch in die Nachbarschaft ein“, urteilt Pastor Dr. Jens Beckmann, Leiter des Zentrums kirchlicher Dienste des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein. „Es kommen in erster Linie natürliche Materialien zum Einsatz“, lobt seine Mitarbeiterin Ute Sündermann vom Kindertagesstättenwerk Altholstein. „Alles lässt sich flexibel auf die Bedürfnisse der Kinder und der Mitarbeitenden anpassen“, schwärmt Daniela Semmler, die Leiterin der Kirchenzwerge.

Die drei Altholsteiner haben als Mitglieder einer Fachjury einen Tag lang über die fünf Entwürfe für den Neubau gebrütet, gemeinsam mit Architekten, dem Pastor der benachbarten Kreuzkirchengemeinden und einer Vertreterin der Landeshauptstadt Kiel. Schließlich entschied sich das Gremium einstimmig für den Entwurf des Büros „Stoy Architekten“ aus Neumünster, welches bereits auf Expertise im Bau von Kitas verweisen kann.

Bleibt alles im Plan, dann können die Bagger bereits Anfang des kommenden Jahres anrücken. Auf dem annähernd 3000 Quadratmeter umfassenden Wiesengrundstück hinter der Barkauer Straße, unweit der Kreuzkirche, entsteht dann ein 865 Quadratmeter großes, zweigeschossiges Gebäude. „Autos und Fußgänger kommen sich nicht in die Quere, das war uns wichtig“, erläutert Kita-Leiterin Daniela Semmler die Eingangssituation. Vom Parkplatz gelangen Kinder und Eltern gefahrenlos zu einem kleinen Innenhof und schließlich zur Tür der Kindertagesstätte. Dahinter erwarten die Besucher neben den Gruppenräumen auch sogenannte Möglichkeitsräume. „Im Atelier können sich die Kinder mit verschiedenen Materialien kreativ ausleben, wir bekommen einen Bewegungsraum und eine Bibliothek zum Experimentieren mit Sprache oder Mathematik“, gibt die Pädagogin einige Beispiele. Zusätzlich lassen sich transparente, mobile Wände im Gebäude für unterschiedliche Angebote und Veranstaltungen aufstellen. Auch kommt die durchgängige Barrierefreiheit dem Gedanken der Inklusion entgegen.

Neu ist zudem ein Café für Kinder und Eltern in der Kindertagessstätte. „Wir schaffen einen Treffpunkt mit enorm vielen Begegnungsmöglichkeiten, einen Ort, wo Kirche im Stadtteil erkennbar wird“, erläutert Pastor Dr. Jens Beckmann. Unter dem begrünten Dach des Neubaus soll Platz für 84 Kinder sein, mehr als doppelt so viele wie heute. „Das macht Sinn, denn wir haben eine lange Warteliste und mussten schon vielen Eltern absagen“, weiß Regionalleitung Ute Sündermann vom Kindertagesstättenwerk Altholstein.

Besserung ist in Sicht. Wenn alles klappt, können die Kinder nach rund elf Monaten Bauzeit, also Anfang 2019, in die neue Kita umziehen. Sie sind derzeit in Containern untergebracht, denn die ursprünglichen Räume in der Kreuzkirchengemeinde können wegen eines Feuchtigkeitsproblems nicht mehr genutzt werden.

Die Kinder fiebern dem Neubau schon jetzt entgegen. Daniela Semmler lacht: „Die finden Bagger spannend, für die Jungen und Mädchen wird das hier ein Baustellenkino.“