Schauspielgruppe spielt nach einem Jahr Zwangspause wieder in Altenhof

Im neuen Klamottenkistenst¸ck "Neurosige Zeiten" haut es Schauspielerin Christiane Nagel um. Florian Werwendt (von links), Sabine Werwendt und Suanne Vorbeck verstecken die vermeintliche Leiche zun‰chst unter dem Teppich.

Altenhof. Ein Jahr mussten sie pausieren, doch nun machen sie wieder Theater. Mit ihrem neuen Stück „Neurosige Zeiten“ hat die Schauspielgruppe Klamottenkiste am Freitag, 24. Februar, im Altenhofer Gasthof Grüner Jäger Premiere. Dass sich dort um 20 Uhr der Vorhang hebt, ist Florian Werwendt zu verdanken. „2016 war ich beruflich stark eingespannt und konnte nicht mitspielen. Zum Glück hat sich das jetzt geändert“, berichtet er. Weil Werwendt fehlte, gab es im vergangenen Jahr wegen Personalmangels kein Stück von der Klamottenkiste.

Im neuen Klamottenkistenstück „Neurosige Zeiten“ haut es Schauspielerin Christiane Nagel um. Florian Werwendt und Sabine Werwendt müssen sie daher über die Bühne tragen.

Für das Comeback haben sich die Hobbydarsteller ein ziemlich verrücktes Lustspiel ausgesucht. Die Komödie von Winnie Abel spielt nämlich in der offenen Wohngruppe einer psychiatrischen Klinik.

In ihr haben sich die sexsüchtige Agnes (Anke Engellandt), der zwangsneurotische Hans (Frank Engellandt) und drei irre Bewohner harmonisch zusammengerauft. Ein Besuch von Cecile Adolon (Sabine Marxsen), der Mutter von Agnes, bedroht das Idyll.

Denn die wohlhabende Tochter hat der Mutter lediglich erzählt, dass sie sich im Haus einen Rückzugsort geschaffen hat. Richtig turbulent wird es, als eine vermeintliche Leiche beseitigt werden muss.

Denn der krankhaft schüchterne Willi (Florian Werwendt) schlägt der Tupperwarenvertreterin Herta (Christiane Nagel) eine Tür vor den Kopf. Weil sie keine Polizei wollen, verstecken die anderen Mitbewohnerinnen – manisch-depressive Künstlerin Desirée (Susanne Vorbeck) und fanatische Volksmusikliebhaberin Marianne (Sabine Werwendt) – die vermeintliche Tote zunächst unter dem Teppich. Weil aber auch noch Darsteller Lutz Mitransky in Doppelrolle als Beschäftigungstherapeut Rolf und Volksmusikstar Hardy Hammer ins Geschehen eingreift, ist das Unfallopfer nur eine von vielen unterhaltsamen Problemen, die im Dreiakter in der Wahnsinns-WG bewältigt werden müssen.

Nach der Premiere am Freitag, 24. Februar, ab 20 Uhr folgen neun weitere Vorführungen im Gasthaus Grüner Jäger. Sechs davon sind an Freitagen und Sonnabenden jeweils ab 20 Uhr; nämlich am 3., 4., 10., 17., 24. und 25. März. Dazu kommen noch drei Sonntagsauftritte jeweils ab 16 Uhr am 26. Februar sowie am 5. und 12. März. Karten kosten sieben Euro (Reservierung Tel. 0431/32584 oder 04351/41404).