Rollende Werbung für „Wohnen für Hilfe“

Der KVG Gelenkbus ist jetzt als Werbeträger für "Wohnen für Hilfe" unterwegs.

Kiel. Pünktlich zum Start des Sommersemesters 2017 rückt das Studentenwerk SH sein soziales Wohnprojekt „Wohnen für Hilfe“ in den Fokus: Ein Gelenkbus der KVG wirbt seit Kurzem im Kieler Stadtgebiet für die Initiative.

Das großflächige Traffic Board auf der Fahrbahnseite des KVG-Busses ist nicht zu übersehen. „Biete Zimmer – Suche Hilfe!“ lautet das Motto des vom Studentenwerk SH initiierten sozialen Wohnprojekts, das seit 27. März als rollende Werbung in Kiel auf sich aufmerksam macht. Noch bis Ende Oktober wird der Gelenkbus Tag für Tag auf verschiedenen Linien im ganzen Stadtgebiet unterwegs sein.

„Einen besseren Eyecatcher gibt es nicht“, freut sich Projektkoordinatorin Alexandra Dreibach. „So können wir zum Start des Sommersemesters möglichst viele Kielerinnen und Kieler erreichen.“ „Wohnen für Hilfe“ vermittelt seit August 2012 Wohnpartnerschaften zwischen Familien, älteren Menschen oder Menschen mit Behinderung und Studierenden. Das Besondere: Die Studierenden zahlen keine oder nur eine geringe Miete und leisten stattdessen praktische Hilfe wie Kochen, Rasenmähen oder Babysitten. Eine Stunde Arbeit im Monat für einen Quadratmeter Wohnraum lautet die Faustregel.

Mit der Initiative möchte das Studentenwerk SH der Wohnungsnot bei Studierenden entgegenwirken. In Kiel studieren aktuell rund 34.000 angehende Akademikerinnen und Akademiker, die auf preisgünstigen Wohnraum angewiesen sind. „Unser Projekt bringt zwei Gruppen zusammen, deren Bedürfnisse sich gut ergänzen: Menschen mit Hilfsbedarf und vorhandenem Wohnraum mit wohnungssuchenden Studierenden“, so Dreibach.

Gefördert wird „Wohnen für Hilfe“ durch das Land Schleswig-Holstein sowie die Stadt Kiel. Kristin Alheit, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, ist Schirmherrin des Projekts. Sie erklärt: „Dabei gewinnen alle: an sozialen Kontakten und Erfahrungen, an praktischer Hilfe im Alltag und nicht zuletzt an Wohnraum zu einem – im doppelten Sinn – sozialen Preis. Ich wünsche ,Wohnen für Hilfe‘ viel Erfolg und würde mich freuen, wenn sich viele Menschen an diesem Projekt beteiligen.“

Wer sich für eine Wohnpartnerschaft interessiert, meldet sich bitte bei Projektkoordinatorin Alexandra Dreibach unter Tel. 0431/8816314 oder wohnenfuerhilfe@studentenwerk.sh.