Power Girls und Boys an der Kieler Uni

Max Lutz vom Fachbereich Leistungselektronik der Uni Kiel erklärt Jette (Heinrich-Heine-Schule Heikendorf, vorne) und Sophia (Gemeinschaftsschule Probstei) worauf es beim Löten ankommt. FOTOS: JULIA SIEKMANN/CAU

Kiel. Eine ruhige Hand und ein genauer Blick waren gefragt bei den „Power Girls & Power Boys Days“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), die in der vergangenen zu Ende gingen.

Bereits zum neunten Mal konnten technikinteressierte Schüler aus Kiel und Umgebung nicht nur jede Menge über Strom, Elektrizität und Energiegewinnung lernen, sondern ihr Wissen in Experimenten gleich praktisch umsetzen. Zwei Tage lang löteten und verkabelten 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Batterien, Drähte und LEDs, unterstützt von Mitarbeitern des Fachbereichs Leistungselektronik. Jette von der Heinrich-Heine-Schule in Heikendorf war zum ersten Mal dabei: „Das Löten ist cool, aber es stinkt ein bisschen“, verriet die 11-Jährige, während sie eine Mini-Taschenlampe zusammenbastelte.

Jonna (Ricarda-Huch-Schule Kiel, links) und Sophia (Gemeinschaftsschule
Probstei) präsentieren selbst gelötete LED-Taschenlampen.

„Beim Löten muss man aufpassen, dass man sich nicht verbrennt und bei den Batterien muss man besonders schnell sein, damit sie nicht auslaufen“, erklärte die ebenfalls 11-jährige Jonna von der Ricarda-Huch-Schule Kiel. Als ihre Klassenlehrerin ihr von den Power Days erzählte, wollte sie sofort teilnehmen: „Das mit Strom und Spannung hat sich interessant angehört und ich wollte mal gucken, ob mir das gefällt.“

 

Die 12-jährige Sophia von der Gemeinschaftsschule Probstei in Schönberg fand es besonders gut, dass sie alle Sachen, die selbst gemacht haben, zum Schluss mit nach Hause nehmen dürfen und Victor von der Immanuel-Kant-Schule in Neumünster hat auch schon eine Idee, was sich noch aus der Taschenlampe machen lässt: „Ich könnte sie auch als Schlüsselanhänger benutzen.“

Neben der Taschenlampe für die Hosentasche bauten die Teilnehmen auch ein leuchtendes LED-Herz und eine Mini-Windkraftanlage. „Für die Kinder ist es natürlich toll, dass sie so etwas Praktisches machen können. Sie waren beim Theorieteil unheimlich wissbegierig und bei den Experimenten gleich Feuer und Flamme“, sagt Max Lutz, einer der Organisatoren des Workshops und Mitarbeiter am Fachbereich Leistungselektronik.

Auch Spiele zum gegenseitigen Kennenlernen und gemeinsame Pausen gehörten zum Programm, das interessierte Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klassen an Technik- und Energiethemen heranführen will.

Unterstützt wurden die „Power Girls & Power Boys Days“ vom Förderverein der Technischen Fakultät und der Firma Jungheinrich. (ke)