Piratenland bleibt geschlossen

Das trockengelegte Kleinkinderbecken im PlönBad bleibt wegen Baumängeln im Bereich der Überlaufrinne und des Schwimmbeckenbodens gesperrt.

Plön. Das Piratenland im PlönBad bleibt auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Suche nach den Ursachen für die Mängel läuft. Eine Reparatur wird in jedem Fall nicht billig.

Risse im Mauerwerk, abgeplatzte Rinnsteine, aufgewölbte Fliesen – die Schäden im Kleinkinderbecken sind nach gründlicher Analyse anscheinend noch schlimmer als befürchtet, das Piratenland bleibt geschlossen. Die anderen Einrichtungen wie das große Schwimmbecken und der Nichtschwimmerbereich werden weiterhin geöffnet.

Aktuell sei ein neuer vom Gericht bestellter Gutachter damit beschäftigt, nach den Ursachen für die Mängel zu suchen, berichtete Plöns Bürgermeister Lars Winter in einem Pressegespräch. In einer ersten Expertise war die Arbeit des Fliesenlegers als mangelhaft bewertet worden, weil dieser beispielsweise die Dehnungsfugen zu gering dimensioniert habe. Dieser widersprach jedoch der Einschätzung und lehnte die städtischen Schadensersatzforderungen ab. Vor dem Beginn der Reparaturarbeiten müsse aber zweifelsfrei geklärt werden, wer für die fehlerhafte Bauausführung die Verantwortung trage und in die Haftung genommen werden könne. „Glücklicherweise wurden die Schäden vor dem Ablauf der fünfjährigen Gewährleistungsfrist festgestellt“, so Winter. Und diese sind erheblich: „Durch gezieltes Abklopfen wurden Hohlstellen unter dem Beckenboden erkannt“, so Winter. Und die durch Bohrproben entnommenen Materialproben seien erschreckend gewesen. Ab einem Wert von 60 Prozent Feuchtigkeit im Beton, bezeichneten die Fachleute als nass. „Bei uns wurden 104 Prozent gemessen“, betonte Winter. Sobald das Rätsel gelöst sei, wie und wo das Wasser in das Mauerwerk einsickere, werde man umgehend mit der Reparatur des Planschbeckens beginnen. Und das wird nicht billig: „Die Ablaufsteine am Beckenrand sind Sonderanfertigungen und kosten allein schon 40000 Euro“, rechnet Winter vor. Zudem müssten wahrscheinlich zahlreiche, wenn nicht sogar sämtliche Fliesen ausgetauscht werden. Sollten noch weitere Arbeiten in der Tiefe notwendig sein, könnte die Summe also deutlich steigen.

Bekannt ist hingegen eine andere Zahl. Seit der Schließung des Piratenlandes im Sommer 2016 verzeichnet das PlönBad einen Besucherrückgang von 5000 Gästen, obwohl ein Teil der Eltern mit den Kleinkindern auf den Nichtschwimmerbereich ausweicht. dis