Ohne unsere Austräger geht es nicht!

Zu dem spontanen Fototermin am Druckzentrum Moorsee versammelte sich eine Abordnung der Zusteller aus den Bereichen Tageszeitung, Kieler Express und NordBrief. FOTO: MARIE-KRISTIN KIELHORN

Kiel. „Wir können uns in den Redaktionen noch so sehr um tolle Themen bemühen, wenn die Zeitung nicht zum Leser kommt, liest sie keiner.

Mit anderen Worten: Ohne Zusteller keine Zeitung“, fasst Jessica Bunjes, Redaktionsleitung des Kieler Express, die Situation zusammen. „Wir aus der Redaktion sagen: Danke!“

Auf die Zusteller ist Verlass

Verantwortung: Darum geht es im Zustellberuf. Die Leser verlassen sich darauf, ihren Kieler Express, ihren Probsteier Herold und ihre Briefe von NordBrief pünktlich im Postkasten zu finden. Rund 2.900 Zusteller aus dem Bereich Zeitung, Wochenblatt und von NordBrief sorgen im Verbreitungsgebiet der Kieler Nachrichten und Segeberger Zeitung dafür, dass alles glattgeht.

Volker Ehlers, Geschäftsführer der Vertriebs-Gesellschaft-Universal mbH und der Marketing Service GmbH, sagt: „Wir als Auftraggeber wissen durch die enge Zusammenarbeit mit den regionalen Zustellgesellschaften um den Einsatz und die Motivation jedes einzelnen Zustellers. Egal, ob aus dem Bereich Tageszeitung, Wochenblatt oder NordBrief, wir haben, genau wie auch die Zustellgesellschaften, großen Respekt vor der Tätigkeit, insbesondere wenn man bedenkt, dass durch diese ,Mannschaft’ insgesamt rund 97 Millionen Zustellvorgänge pro Jahr erfolgen, und das bei einer Reklamationsquote, die im Promillebereich liegt.“

Ob jung oder alt

Ob hauptberuflich, als erster Schülerjob oder zur Aufbesserung der Rente: Die Beschäftigung als Zusteller vermittelt Kindern und Jugendlichen grundlegende Werte wie Pünktlichkeit und Sorgfalt. Im Alter hält er fit und bietet Abwechslung: Pluspunkte gibt es viele.

Lisa Mateoschat war über 15 Jahre lang Austrägerin des Probsteier Herolds und der Kieler Nachrichten in Höhndorf und Gödersdorf. Die Rentnerin schätzte besonders die Bewegung draußen in der Natur. „Ich bekam jeden Tag frische Luft, das mochte ich sehr an der Arbeit. Ich bin morgens um vier Uhr mit dem Fahrrad losgefahren, da ist es schön still und ruhig in der Natur.“

Bei Wind und Wetter

Auch wenn die Schönbergerin im Winter manchmal mit dem Schnee zu kämpfen hatte, beeinträchtigt hat das Wetter ihre Arbeit nicht. „Ich habe mir einen Regenanzug gekauft, eine regenfeste Tasche hatte ich auch, da hat mir das Wetter nicht so viel ausgemacht.“ Ganz wichtig außerdem: Da die Zusteller bei Wind und Wetter draußen sind, „härtet man ab“, sagt sie lachend. Auch wenn Lisa Mateoschat aufgrund einer Krankheit ihre Arbeit zurückstellen musste, macht sie auch heute noch gerne die Urlaubsvertretung für ihren Nachfolger. Sie kennt das Verteilungsgebiet und schätzt die Anwohner.

Wie Lisa Mateoschat zieht auch Volker Ehlers ein positives Fazit der Arbeit. Ihm sei zwar bewusst, dass es hier und da auch mal zu Zustellschwierigkeiten kommen kann. Dennoch: „Die Tatsache, dass jeder einzelne sein Bestes gibt, veranlasst uns, gemeinsam mit den Zustellgesellschaften unseren Dank und vor allem unsere Wertschätzung auszusprechen. Herzlichen Dank, liebes Zustellpersonal! Es ist schön, Sie bei uns an Bord zu wissen!“

Alle sitzen in einem Boot

Svenja Nefen, Leiterin Sales der Kieler Nachrichten, ergänzt: „Jeder Mitarbeiter des Express trägt seinen Teil dazu bei, dass unsere Leser am Ende das Produkt in der Hand halten.

Ohne den Mediaberater keine finanzierenden Anzeigen, ohne die Redakteure keine spannenden Inhalte, ohne die Grafiker keine gelayouteten Seiten, ohne Drucker keine gedruckte Ausgabe, ohne Digitalmanager kein Online-Auftritt und E-Paper und vor allem ohne Austräger keine Ausgabe in den Haushalten. Eine funktionierende Logistik ist eine wichtige Basis für unseren Express, denn nur dadurch kommen Inhalte, Werbeangebote und Imagekampagnen an die richtige Stelle – und das zuverlässig zwei Mal in der Woche bei Kieler Wind und Wetter.“ (svp)