Nicht nur ein Lichtlein brennt

Jeden Abend sind Haus und Garten der Trachsels in das Licht von rund 8000 Lämpchen und zwei Laserprojektoren getaucht.

 

Blumenthal. Die Adventszeit ist in Blumenthal ein bisschen heller geworden, seitdem Familie Trachsel aus den USA zurück ist – ungefähr 8.000 Lämpchen heller. Sie stecken in Lichterketten, bunten Formen und aufblasbaren Figuren. Drei Tage lang haben Nina und Jörg Trachsel die bunt leuchtende kleine Welt im Vorgarten ihres Hauses in der Gärtnerstraße 15 in Blumenthal aufgebaut, Lichterketten und Laser installiert, um auch das Haus zu beleuchten, und aufblasbare Figuren aufgestellt.

„Also eigentlich hat mein Mann aufgebaut. Ich hab vor allem gesagt, was wohin soll“, sagt Nina Trachsel. Pünktlich jeden Abend um 17.30 Uhr schaltet sich die Lichterpracht automatisch für zwei Stunden ein. Mit Blick auf die Stromrechnung muss das reichen. „In El Paso hatten wir das auch, und man merkt den Mehrverbrauch schon. Aber da ist der Strom viel günstiger als hier.“ Drei Jahre war die junge Familie in den USA.

„In unserer Nachbarschaft gab es eine ganze Straße, in der Weihnachtsbeleuchtung an den Häusern Pflicht war. Da konnte man schön abends spazieren gehen. Viele Ideen für die Dekoration an unserem Haus habe ich von dort“, berichtet Nina Trachsel.

Vor allem ein Nachbar-Ehepaar aber hat die junge Mutter für leuchtende Weihnachtsdekoration begeistert: das Millionärsehepaar Fred und Maria Loya. Die beiden haben ein großes Anwesen, auf dem die Loyas in der Adventszeit extrem aufwendige computergesteuerte „Christmas Lights Shows“ veranstalten. Die Loyas sind dafür in den USA bekannt, Hunderte von Menschen besuchen die Shows.

Echte Weihnachtsbeleuchtungsfans: Nicht nur Nina Trachsel freut sich über die leuchtenden Landschaft vor ihrem Haus. Auch Tochter Emilia ist davon begeistert. FOTOS: JAN KÖSTER

„Mit den Loyas haben wir uns angefreundet“, sagt Nina Trachsel. Schon in den USA fing sie an, auch das eigene Haus in der Adventszeit zum Leuchten zu bringen. Die meisten Lichterketten und -Figuren haben die Trachsels bei ihrer Rückkehr vor gut einem Jahr mit nach Blumenthal gebracht.

Jetzt ist alles zum ersten Mal dort aufgebaut. Das meiste läuft auf 110 Volt, aber über einen Wandler funktioniert es auch am hiesigen 220-Volt-Netz. Bis kurz vor Silvester will Nina Trachsel mit ihrer Adventsbeleuchtung auch die Nachbarn erfreuen. „Vielleicht lockt das die Leute ja auch mal zu einem Spaziergang raus, anstatt, dass sie abends nur vor dem Fernseher sitzen“, so ihre Hoffnung.kst