Neues Wohnheim für Studenten

Frank Eisoldt GMSH-Geschäftsführer, Otto Bernhard, Vorsitzender der (HES), Staatssekretär Rolf Fischer und Prof. Dr. Anja Pistor-Hatam, Vizepräsidentin der CAU am 10. März. Foto: Mara Plesse

Hermann-Ehlers-Stiftung baut auf dem Campus der Universität

Kiel. Bezahlbarer Wohnraum für Studenten ist in Kiel überschaubar. Um die Misere ein bisschen zu lindern, will die Hermann-Ehlers-Stiftung (HES) auf dem ehemaligen „Professorenparkplatz“ auf dem Campus der Christian-Albrechts-Universität (CAU) ein neues Studentenwohnheim mit 155 Wohneinheiten errichten. Dafür erhält sie eine Baukonzession in Form eines Erbbaurechts für das Grundstück, das dem Land Schleswig-Holstein gehört. Die Stiftung hatte sich in einem europaweiten Verhandlungsverfahren durchgesetzt, das die Gebäudemanagement Schlesweig-Holstein AöR (GMSH) durchgeführt hatte.

Am 10. März unterzeichneten Staatssekretär Rolf Fischer und der Vorsitzende der Hermann-Ehlers-Stiftung Otto Bernhard im Beisein der Vizepräsidentin der CAU Prof. Dr. Anja Pistor-Hatam die Verträge. Sie sagte: „In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Studierenden an unserer Universität auf 26.000 gestiegen. Sie benötigen dringend günstigen Wohnraum.“ Otto Bernhard betonte, dass die Hermann-Ehlers-Stiftung, die bereits seit 50 Jahren ein Studentenwohnheim in Kiel betreibt, sich freue, mit dem neuen Projekt für noch mehr Entlastung sorgen zu können. Frank Eisoldt GMSH-Geschäftsführer nannte die HES einen exzellenten Partner.

Der viergeschossige Neubau, der über 127 Einzelapartments verfügen wird, von denen vier behindertengerecht sind, wird den Namen des ehemaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten und Gründers der Stiftung Kai-Uwe von Hassel tragen. Sieben Wohngruppen mit jeweils vier Zimmern sind für Studentenfamilien vorgesehen. Alle Wohneinheiten werden möbliert und mit Miniküchen und Bädern ausgestattet. Das neue Studentenwohnheim wird in Holzbauweise errichtet und soll durch ein aufeinander abgestimmtes System aus Photovoltaik und Wärmepumpen möglichst energie- und CO2-heutral betrieben werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf auf circa 11 Millionen Euro, Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein, die Fertigstellung ist den Sommer 2018 geplant. (vmn)