Mit den „Kurvenkratzern“ auf Feierabend-Tour

Die After-Work-Tour der „Kieler Kurvenkratzer“ bietet auf überschaubaren 100 Kilometern knackige Kurven und gemütliche Orte für Zwischenstopps. FOTO: ANN-KATHRIN SCHÖNBERG

Die Feierabend-Tour erstreckt sich von Selent bis nach Groß Rönnau – und so sieht sie aus. KARTE: OPENSTREETMAP/OPENSTREETMAPS.ORG

Kiel. An jedem Wochenende gibt es einen Biker-Tipp von den „Kieler Kurvenkratzern“. Diesmal zeigt Bernd Schönberg eine kleine aber feine Tour durch Ostholstein. Perfekt für den Feierabend.

Start und Ziel der „After-Work-Tour“ ist Selent. Bei zwei Stunden reiner Fahrzeit und einer Läge von 100 Kilometern sei sie toll „zum Runterkommen, zum Relaxen, aber auch, wenn man Lust zum flotten Kurvenkratzen hat“, so Bernd Schönberg, der regelmäßig mit den „Kieler Kurvenkratzern“ unterwegs ist und auch mal die Tourenplanung übernimmt.

„An Start und Ziel hat man alle Möglichkeiten, sich auf die Tour schnell einzustellen: Tankstelle, falls der Tank nicht ausreichend gefüllt ist, Hallo-Wach-Kaffee beim Bäcker am Dorfplatz, Klönschnack inklusive.“

Es geht los Richtung Plön über Mucheln, Sellin und Gut Rixdorf. „Hier gibt es Kurven ohne Ende. Aber aufgepasst! Hier gibt es leider einen extremen Wildwechsel, selbst am helllichten Tag“, weiß der Kurvenkratzer zu berichten.

„Kurze, knackige Kurven“

Plön wird auf der B 430 nur durchfahren. Wer Lust hat, kann schon am Ortsausgang Richtung Ascheberg am Parkplatz pausieren. Dort trifft man bei gutem Wetter mit Sicherheit Gleichgesinnte.

Hinter Ascheberg geht es links ab, runter von der B430, Richtung Dersau. Weiter über Stocksee, Damsdorf, Tensfeld, Blunk, bis nach Gross Rönnau. Kurze, knackige Kurven wechseln sich ab mit langgezogenen Bögen. „Spaß ist garantiert, die Reifenflanken kommen nicht zu kurz.“

Auf in die „Hauptstadt“

In Groß Rönnau ist dann auch schon den Wendepunkt der Tour erreicht. Links ab geht es wieder Richtung Norden über die Dörfer Richtung Schlamersdorf. Dann nach Berlin – „Ja, richtig gelesen, auch in Schleswig-Holstein gibt’s unsere Hauptstadt, mit Kurfürstendamm, Potsdamer Platz, etc.“ – Kembs bis Bosau am Großen Plöner See.

Pause am See

Bosau bietet sich für eine kleine Pause an. „Es ist ein idyllischer Ort unmittelbar am See, und bietet Möglichkeiten je nach Lust, Laune und persönlichem Geschmack, zu verweilen.“ So zum Beispiel im Strandbistro, in Brooks Café Achter de Mur oder in Strauers Hotel am See.

Weiter geht es am Plöner See entlang bis zur B76 und Richtung Bad Malente. „Wem die Zeit ausgeht, der kann hier über Neversfelde, Grebin und Lebrade abkürzen und ist flugs wieder am Startpunkt“, bemerkt Schönberg. Ansonsten weiter Richtung Sieversdorf und Dannau düsen, um dann die letzten Kurven der B 430 mitzunehmen. Auf Höhe Engelau geht’s links ab Richtung Giekau, und die B 202 nach Selent. Ende. „Mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht wird man den Motor seiner Maschine abstellen. So darf ein Werktag enden, und ein Abend gerne beginnen“, so der Kurvenkratzer, und: „Es soll noch mal jemand behaupten, im Norden gäbe es keine Kurven – von wegen – man muss hier oben nur wissen, wo sie sind!“

Die Kurvenkratzer treffen sich an jedem ersten Donnerstag im Monat im Restaurant El Fuego del Sur an der Halle 400 in Kiel. Mehr Infos auch unter www.netbiker.de.