Mit den „Kieler Kurvenkratzern“ in den ganz hohen Norden

Die „Genießer-Tour“ führt die Kieler Kurvenkratzer durch Schwansen und Angeln. Zwischenstopps bieten dabei Gelegenheit zum Austausch und zum gemütliche Verweilen. FOTO: UWE MAASS

Kiel. Jede Woche erscheint ein Routenvorschlag der Motorradfreunde der Kurvenkratzer im Kieler Express. Diesmal führt die Fahrt durch den nördlichsten Teil von Schleswig-Holstein.

„Eine meiner Lieblingsrouten ist eine „Genießer“-Tour durch Schwansen und Angeln“, berichtet Uwe Maaß. Seit über vier Jahren sind er und seine Frau Christine bei den „Kurvenkratzern“ dabei.

„Wir fahren auch gerne zu zweit mit unseren Motorrädern, aber in der Gruppe macht es noch mehr Spaß“, ergänzt Christine. „Die meisten unserer „Kurvenkratzer“-Freunde kommen aus Kiel oder dem Kreis Plön. Zum Treffpunkt bei uns zu Hause freuen sich schon alle auf den ersten Kaffee.“ Für das Paar aus Eckernförder liegt die Rundfahrt also direkt vor der Haustür.

Start in Eckernförde

Die Genießer-Tour startet in Eckernförde am Lornsenplatz, in dessen Nähe es gleich zwei Tankstellen an der B76 zum Treffen und Tanken gibt. Über die B 203 Richtung Kappeln wird Eckernförde verlassen, bevor es kurze Zeit später Richtung Barkelsby und Rieseby geht.

Entlang der Schlei geht es durch kleinere Orte, wobei Sieseby besonders malerisch ist. In Kappeln bietet sich der erste Stopp am Hafen an. Meist sind auch andere Motorradfahrer dort zu finden. Wer lieber noch weiterfahren möchte, wird kurz darauf mit einer kurvenreichen Fahrt Richtung Sterup belohnt. Nach diesem kurzen Ausritt in die Mitte Angelns führt der Weg nun über kleinere Wege zurück an die Ostseeküste. Spätestens in Maasholm an der Schleimündung ist ein Fischbrötchen ein absolutes Muss.

Der Fischimbiss am Yachthafen hat schon einen gewissen Kultstatus. Mit dem Motorrad kann man auch dicht heranfahren.

Weiter geht es dann der Ostseeküste entlang. Bei Kronsgaard führt der Weg sogar direkt am Strand entlang! In Habernis im gleichnamigen Café gibt es einen leckeren Kaffee (und Kuchen) direkt an der Flensburger Förde. Oder man fährt weiter nach Langballigau, wo immer viele Motorradfahrer anzutreffen sind und das kulinarische Angebot keine Wünsche offen lässt. Von dort startet dann auch schon die Rücktour.

Museumsdorf Unnewatt

Nach kurzer Strecke führt ein Abstecher durch das Museumsdorf Unnewatt, das alleine schon für einen Spaziergang einen Ausflug wert wäre. Kurz dahinter liegt die Dolleruper Destille, zum Besichtigen, zum Erwerb eines hervorragenden Obstbrandes oder auch für Kaffee und Kuchen. Auf der weiteren Strecke führt die Tour an der sehr schönen Windmühle Renata in Schwensby vorbei.

Die Mühle kann besichtigt werden und es gibt leckeres Mühlenbrot zu kaufen. Über Satrup und Böklund geht es dann kurvig bis an die Schlei nach Brodersby. Wer bis dahin auf Kuchen verzichten konnte, dem bietet sich ca. 150 m vor der Schleifähre Missunde mit dem Kuchenhaus noch eine richtig tolle Gelegenheit.

Zurück über Kosel

Die Fährfahrt über die Schlei zaubert dann auch 0,1 Seemeilen auf den Tacho. Über Kosel geht es dann zurück nach Eckernförde. Im Eiscafe La Gondola kann man dort noch einmal die Tour Revue passieren lassen. Insgesamt ist die Strecke ca. 170 km lang, die reine Fahrzeit beträgt etwa dreieinhalb Stunden.

„Ich finde die Tour immer wieder reizvoll, weil es neben vielen kurvenreichen Abschnitten so viele Möglichkeiten für kulinarische und kulturelle Stopps gibt. Auch die Streckenführung kann variabel gestaltet werden“, meint Uwe Maaß und gibt gleich den nächsten Tipp: Wer in Brodersby noch nicht genug Kurven gekratzt hat, kann von dort noch einen Umweg über Lindaunis und dem dortigen Landarzt-Café machen.“

Die Genießer-Tour führt in den Norden Schleswig-Holsteins – am besten mal selbst ausprobieren. FOTO: OPENSTREETMAPS.ORG

 

Die Kurvenkratzer treffen sich an jedem ersten Donnerstag im Monat im Restaurant El Fuego del Sur an der Halle 400 in Kiel. Mehr Infos auch unter www.netbiker.de.