Mehr Stromtankstellen für Kiel – Stadtwerke und Stattauto bauen ihre Netze in der Landeshauptstadt aus

Am Rathaus in der Waisenhofstraße gibt es bereits eine Ladesäule für Elektro-Autos der Stadtwerke, die hier auch von StattAuto mitgenutzt wird. Bis 2019 möchten die Stadtwerke 50 neue Ladestationen im gesamten Stadtgebiet errichten.

Kiel. Die E-Mobilität wird in der Stadt Kiel in Zukunft deutlich gestärkt. Zum einen planen die Stadtwerke die Errichtung von 50 weiteren Ladesäulen im gesamten Stadtgebiet, zum anderen erweitert der Car-Charing-Anbieter Stattauto seine Kieler Flotte nach und nach um 20 neue Elektro-Autos.

An acht Standorten gibt es in der Landeshauptstadt bisher 14 öffentliche Ladestationen für E-Mobile. So können an der Fachhochschule, bei der Sparkasse am Lorentzendamm, am Rathaus in der Waisenhofstraße, beim Citti-Park, bei den Stadtwerken, auf dem Blücherplatz, auf dem Wilhelmplatz und in der Mittelstraße bereits jetzt zwei Elektro-Fahrzeuge pro Säule geladen werden. In den kommenden zwei Jahren wollen die Stadtwerke unter dem E-Mobilisten-Siegel „Stromfahrer“ die Anzahl der Elektroauto-Tankstellen um 50 auf dann 64 erhöhen.

Neun weitere Ladestationen werden dann zuerst in den Stadtteilen Ravensberg, Brunswik und Düsternbrook dazu kommen. „Die nächsten beiden Säulen werden im Knooper Weg 191 und in der Gutenbergstraße 18 errichtet“, berichtet Björn Grun, Projektmanager E-Mobiltät der Stadtwerke. Nach und nach sollen dann Ladestationen für E-Autos in der Esmarchstraße, der Waitzstraße, der Frauenhoferstraße, der Franckestraße, der Gerhardstraße, der Olshausenstraße und an der Kiellinie dazukommen.

Ab März wird es außerdem eine App für Smartphones geben, mit der die „Stromfahrer“ den schnellsten Weg zur nächsten Ladesäule finden, dort einen Stellplatz reservieren und am Ende auch bezahlen können.

Auch der Carsharing-Anbieter Stattauto denkt zukunftsweisend und erweitert seine Kieler Flotte um 20 neue Elektro-Autos des Typs Renault Zoe. Zwölf bereits bestehende Stattauto-Stationen werden dann zusätzlich mit E-Autos ausgestattet. Drei davon befinden sich im Stadtteil Brunswik (Esmarchstraße, Waitzstraße, Blücherplatz), drei in Ravensberg (Alexandraplatz, Bernhard-Minetti-Platz, Grasweg), zwei am Südfriedhof (Lutherstraße, Lantziusstraße), zwei in der Innenstadt (Stephan-Heinzel-Straße, Hauptbahnhof) und je einer am Exerzierplatz (Dammstraße) und in Ellerbek (Tilsiter Platz).

„Wir haben insbesondere Standorte ausgewählt, die bereits intensiv genutzt werden. Auf dem Ostufer haben wir den Tilsiter Platz genommen, wo wir erst im letzten Jahr eine neue Car-Sharing-Station eingerichtet haben. Dort sind zwar noch nicht so viele Kunden, aber wir wollten auch auf dem Ostufer eine Möglichkeit für die E-Auto-Nutzung schaffen“, erklärt Stattauto-Vorstand Hinrich Kählert.

Während die Stadtwerke und Stattauto an einigen Stellen bereits zusammen arbeiten und dort die Ladesäulen der Stadtwerke auch von Stattauto genutzt werden können, stellt Stattauto an den meisten Standorten eigene Ladestationen, so gennannte „Wallboxen“, auf, die nur den eigenen Kunden zur Verfügung stehen. Für die Zukunft planen die Stadtwerke und Stattauto allerdings eine intensivere Zusammenarbeit in Sachen E-Mobilität: „Wir streben eine Kooperation an, um beiderseitig den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Kiel voranzutreiben“, so Stadtwerke-Pressesprecher Sönke Schuster. kae