Mehr Raum für Inklusion

Bei der Einweihung der Tagesförderstätte des Lebenshilfewerkes Kreis Plön in Preetz überzeugte sich unter anderem Preetzer Bürgermeister Björn Demmin (Mitte) von den modernen Fördermöglichkeiten. FOTO: ANNE GOTHSCH

Preetz. Bei der Eröffnung der neuen Tagesförderstätte des Lebenshilfewerkes Kreis Plön für Menschen mit schweren Behinderungen zeigte sich die Plöner Landrätin Stephanie Ladwig von der warmherzigen Atmosphäre beeindruckt. „Schon seit 1979 leisten die Mitarbeiter des Lebenshilfewerkes eine unschätzbare, wertvolle Arbeit für die Integration von Menschen, die besonderer Hilfe bedürfen“, lobte die Landrätin. Dafür könne gar nicht oft genug Danke gesagt werden. Besonderer Dank gelte aber auch all jenen, die mit finanzieller und sonstiger Unterstützung für die nötigen Rahmenbedingungen sorgten. Das war das Stichwort für Merit Feilhauer, die Geschäftsführerin des Lebenshilfewerkes Kreis Plön. „Ich möchte mich bei allen sehr herzlich bedanken, die trotz des langen Zeitraums nicht nachgelassen haben, an der Realisierung des Neubaus festzuhalten.“ Schließlich sei der Erweiterungsbau schon 2009 beantragt worden, weil die vorhandenen räumlichen Kapazitäten einfach nicht mehr ausgereicht hätten und der Bedarf an aktivierender, mobilisierender Betreuung von Menschen mit schweren Behinderungen stetig gewachsen sei. „Aber es hat lange gedauert, eine Baufirma zu finden, die bereit war, das Gebäude in der genehmigten Größe und zu den geplanten Kosten zu errichten. Um so mehr gilt unser Dank der Firma Michel Meisterhaus aus Neumünster, die sowohl den engen Finanzrahmen als auch den kalkulierten Zeitplan eingehalten hat“, lobte Feilhauer. Der rund 800.000 Euro teure Neubau bietet 13 Plätze und ist bereits voll belegt. Da er unmittelbar gegenüber der bisherigen Tagesförderstätte mit weiteren 13 Plätzen und in direkter Nachbarschaft zu den Preetzer Werkstätten liegt, sind jederzeit Begegnungen möglich, und die Teilnehmer der Tagesförderung können ins Arbeitsleben hineinschnuppern. „Das ist ganz wichtig, schließlich ist es in der Vergangenheit einigen Teilnehmern mit schweren oder mehrfachen Behinderungen bereits gelungen, eine Arbeit in einer der Werkstätten aufzunehmen“, betonte Imke Jensen, Vorsitzende der Lebenshilfe Kreisvereinigung. Ein besonderes Dankeschön richteten Ladwig und Feilhauer zudem an die Sozialausschuss-Mitglieder des Kreistages, die Geld für den Raum der Sinne zur Verfügung gestellt haben. Er ist nämlich das Herzstück des barrierefreien Gebäudes und ermöglicht es, mit Farb- und Lichtreflexen, Geräuschen, Gerüchen und einer mit Wasser gefüllten Liegefläche, die unterschiedlichsten Sinne der Teilnehmer anzusprechen, ihre Wahrnehmung und damit ihre aktive oder passive Kommunikation zu fördern. ago