Mehr Platz für Sibirische Lärche – Kieler Seehafengesellschaft weiht neue Lagerhalle für Holz aus Russland ein.

Seehafen Holzschuppen Einweihung: Ein halber Hektar unterm Dach: Auf einer Fläche von 50 mal 100 Metern ist in der neuen Halle viel Platz für russisches Holz.

 

Kurz vor der Einweihung: Beste Laune bei Seehafen-Chef Dirk Claus (links) und DFDS-Vertreter Jacob Andersen.
Fotos: kst

Mit der Einweihung einer neuen Halle für die Lagerung von Holz aus Russland hat die Seehafen Kiel GmbH & Co. KG ihre Kapazität für den Holzumschlag im Kieler Ostuferhafen deutlich ausgebaut. Die offene Halle ist 100 Meter lang, 50 Meter breit, zehn Meter hoch und hat 1,5 Millionen Euro gekostet. Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der Kieler Seehafengesellschaft, äußerte sich bei der Einweihung der Halle zufrieden mit der Entwicklung des Holzgeschäfts im Ostuferhafen. Nach Einbußen durch Handelsbeschränkungen mit Russland in den Vorjahren, konnte das Geschäft im vergangenen Jahr wieder kräftig zulegen. In 2017 wurden in Kiel 82.000 Kubikmeter Schnittholz angeliefert und zwischengelagert – gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 38 Prozent.

In Kiel wird das Holz für Wochen oder Monate zwischengelagert und nach und nach an industrielle Abnehmer in Deutschland und Westeuropa ausgeliefert. Wenn bei einem Spanischen Industrieunternehmen Bodendielen oder Gartenhäuser aus Lärchenholz gefertigt werden, kann es sein, dass das Rohmaterial dafür aus Kiel kam. Vereinzelt gehen Holzlieferungen aus dem Ostuferhafen sogar nach Südamerika oder Australien. Hauptnutzer der neuen Holz-Lagerhalle ist das Hamburger Unternehmen Jacob Jürgensen, das zu den größten Importeuren von Sibirischer Lärche in Europa zählt.

Mit der Einweihung der neuen Halle hat die Seehafengesellschaft die überdachten Lagerflächen für Holz im Ostuferhafen auf jetzt insgesamt 20.000 Quadratmeter ausgebaut. Auch insgesamt ist im Zusammenhang mit zunehmend besseren Geschäfte die Lagerfläche ganz erheblich gewachsen. Allein in den vergangenen drei Jahren hat die Seehafengesellschaft ihre überdachten Lagerflächen auf jetzt rund 85.000 Quadratmeter ausgebaut und damit in etwa verdreifacht, wie Dirk Claus erklärte. kst