Mehr Holz vor den Hütten – Die Veränderungen auf dem Internationalen Markt fallen den Besuchern positiv auf

Keine Plastik- und Metallmöbel mehr, dafür mehr Tische aus Holz und mehr Platz auf den Wegen.

Kiel. Schöner, einheitlicher, viel Holz statt Plastik oder Metall, landestypischer dekorierte Stände und deutlich mehr Sitzgelegenheiten: Der Kieler-Woche-Büro-Leiter Philipp Dornberger hatte den 32 Ständen des diesjährigen Internationalen Marktes einige Auflagen gemacht, um den Markt der Nationen wieder attraktiver zu machen. Fallen die Veränderungen auf? „Ja, das Platzangebot und das Angebot an Ständen ist besser als in 2017, und es sieht auch schöner aus“, sind sich Hannes Germer und Heiko Seelecke einig. Was genau für den schöneren Eindruck sorgt, können die beiden jungen Männer allerdings nicht auf Anhieb benennen. Das können aber die beiden alten Kieler-Woche-Hasen Helge Schaefer und Joachim Kremer: „Die Holztische sind neu. Es ist alles ein bisschen ruhiger und gemütlicher“, findet Helge Schefer. „Und die Ausgänge sind größer. Und das mit dem durchsichtigen Dach ist auch neu, oder?“ fragt Joachim Kremer und zeigt auf das Zelt von Belgien. Unter dessen mit roten und weißen Regenschirmen dekorierten transparenten Dach sitzen Rainer und Birgit Dose. Auch das Kieler Ehepaar empfindet den Internationalen Markt als geräumiger: „Nicht so dichtgedrängt und die Gänge sind breiter“, urteilen die beiden. „Und das mit den Regenschirmen ist richtig gut“, sagt Rainer Dose und zeigt nach oben. Ganz neu auf dem Internationalen Markt sind Elfriede Ditzel und Irmgard Walter. Die beiden Seniorinnen probieren gerade die in diesem Jahr seitlich neben der Rathausbühne aufgestellten Loungemöbel aus Palettenholz aus. „Das ist zum Ausruhen ideal“, freut sich Elfriede Ditzel. Gut angenommen werden auch die zu Tischen umgebauten Fahrradständer zwischen Rathaus und Opernhaus. Am Mini-Strand neben dem Australien-Stand liegen tatsächlich Menschen in den sechs Liegestühlen, und sogar in der Fass-Sauna am Finnland-Stand ist ordentlich Betrieb: „Die haben wir zum 40. Geburtstag des Finnland-Standes mitgebracht. Sie wird sehr gut angenommen – gestern hatten wir 40 Besucher“, erzählt Saunameisterin Lotta Kauhanen. Einer der Saunagänger ist Thorsten. „Wir sind mit ein paar Kumpels unvorbereitet hergekommen. Wir haben ein Kilkenny Bedenkzeit gebraucht, aber es ist ganz hervorragend“, lobt der verschwitzte Rheinländer zwischen zwei Saunagängen. kst

 

Mitten im Getümmel des Internationalen Marktes bietet die Fass-Sauna am Finnlandstand eine kleine Schwitz- und Ruhe-Oase auch für spontane Gäste.
Fotos: kst