Klinikpastorin geht in Ruhestand

Renate Ebeling geht nach fast 30 Jahren als Seelsorgerin am Uniklinikum Schleswig-Holstein in den Ruhestand. Am Sonntag, 26. November, wird sie im Gottesdienst verabschiedet. FOTO: HFR

Kiel. Intensive Gespräche mit Patienten, Angehörigen und Pflegepersonal, Heilungsgottesdienste, japanische Zen-Meditation: Mit Renate Ebeling geht nach fast 30 Jahren als Seelsorgerin am Uniklinikum Schleswig-Holstein (Campus Kiel) eine starke Pastoren-Persönlichkeit in den Ruhestand. Am Sonntag, 26. November, wird sie um 19 Uhr im Gottesdienst in der Kirche St. Nikolai am Alten Markt verabschiedet.

„Ich habe Angst vor Bienenstichen, aber ich habe keine Furcht vor sterbenden Menschen“, sagt Renate Ebeling von sich selbst. Sie hat manche Nacht an einem Krankenbett durchwacht, schon während des Theologiestudiums als sogenannte Extrawache. Heute, fast 30 Jahre später, ist die Pastorin überzeugt: „Das war der richtige Ort.“

Die ausgebildete Pastoralpsychologin und Supervisorin hat ihrerseits Ehrenamtliche ausgebildet, die am UKSH einmal die Woche Dienst auf ihrer Station tun und Patienten besuchen. Stolz ist Renate Ebeling auch auf die Heiligungsgottesdienste, die sie vor 20 Jahren initiiert hat und die seither viele Nachahmer gefunden haben. Auch im Ruhestand wird Renate Ebeling von Zeit zu Zeit am Altar stehen. Fortführen möchte sie auch ihre Meditationsgruppe.

Die Nachfolgerinnen von Renate Ebeling stehen bereits fest. Pastorin Heidi Kell hat am 1. Oktober ihren Dienst am UKSH aufgenommen, am 1. Dezember stößt Pastorin Britta Timmermann dazu. Zusammen mit dem katholischen Pfarrer Gereon Lemke ist das Team der Klinikseelsorge dann wieder komplett.