Kinderferien in Heidkate an der Ostsee

Nachmittag am Strand: 16 Kinder machen zusammen mit ihren Betreuern Ferien in Heidkate.

Heidkate. Ein Holzhaus mit blauen Fenstern in Heidkate, vielleicht hundert Schritte vom Ostseestrand entfernt. Hier machen dreizehn Jungen und drei Mädchen gerade Ferien, mit der Kinderfreizeit des CVJM Kiel, dem Christlichen Verein Junger Menschen. „Gerade die Jungs haben unendlich viel Energie“, sagt Betreuerin Kerrin von Fragstein und lässt ihren Blick über “ihre“ Kinder am Strand von Heidkate streifen. Da toben welche am Spühlsaum, jemand hat einen Ball mitgebracht und Conner (8) wird gerade im Sand eingebuddelt. Nur noch der Kopf guckt raus, die Brille schief auf der Nase. „Das macht richtig Spaß hier“, meint Conner. Ein Ladung Sand landet an seinem Mund. „Das sind alles meine Freunde!“ Etwa eine Woche sind sie zusammen auf der Freizeit für Kinder von 6 bis 11 Jahren in Heidkate.

Conner (Mitte) lässt sich gerne mal im Sand einbuddeln – eine Beschäftigung,
die am Strand von Heidkate besonders viel Spaß macht.

Für diesen Nachmittag hatte das Team zwar basteln geplant, das wird nun wegen des schönen Wetters einfach verschoben. Dennoch hat jeder Tag einen groben Ablauf. „Um acht Uhr wecken wir die Kinder“, sagt von Fragstein und lacht. „Ja, nach dem zweiten Tag müssen wir die wirklich wecken.“ Auf die acht Jahre alte Julia wartet dann schon der erste Höhepunkt: „Das Frühstück ist so lecker mit Nutella und Salamibrot“, erzählt die Grundschülerin aus Kiel, um dann auf das Mittagessen zu sprechen zu kommen, Spaghetti Bolognese. Dass sie nur drei Mädchen bei dreizehn Jungs sind, findet sie nicht schlimm. Im Gegenteil: „Wir haben nämlich ein Zimmer für uns, wo wir uns noch leise was erzählen können, wenn das Licht schon aus ist“, verrät Julia. Das ist in der Regel ab 21.30 Uhr so. Sonnenauf-, Sonnenuntergang, Spiel, Spaß – Bibelarbeit: „Da sind selbst unsere zwei muslimischen Jungen mit Begeisterung dabei“, hat die ehrenamtliche Betreuerin Jessica Löwen beobachtet. Sie erzählt den Kindern eine biblische Geschichte. „Ich lasse die Kinder dann erzählen, wann sie schon Angst hatten und ob sie in der Situation auch mit Gott gesprochen haben“, verdeutlicht Löwen, worum es bei der Bibelarbeit geht. Betreuerin Löwen stellt klar: „Wenn Kinder sagen, ich glaub‘ da nicht dran, dann akzeptieren wir das natürlich auch.“ Rund 150 Mädchen und Jungen nehmen die Angebote regelmäßig wahr. Sonntag geht es schon wieder nach Hause. Aber bis dahin muss auf der Kinderfreizeit noch Holz fürs Lagerfeuer gesammelt werden, wollen Waffeln gebacken werden, Frisbee und natürlich Fußball gespielt werden. Den Christlichen Verein Junger Menschen gibt es bereits seit 150 Jahren in Kiel. Im September feiert er aus Anlass dieses Jubiläums eine Festwoche. Weitere Informationen aus der Probstei und Umgebung finden Sie natürlich im Probsteier Herold! ke