Kieler Round Table hilft den Helfern

Round Table-Präsident Claas Rathje (v.l.n.r.) und Garten- und Landschaftsbauer Lars Mirold überreichten 8.000 Euro an Regina Barthel (hospiz-initiative e.V.), Ralf Lange (Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche e.V.) und Pit Horst (UKSH Freunde- und Förderverein).

Kiel. Der Kieler Serviceclub Round Table II hat 8.000 Euro gesammelt. Mit diesem Geld sollen drei gemeinnützige Vereine unterstützt werden. Deren Arbeit hilft Kindern und ihren Familien in größter Not.

Die aktuell 19 Mitglieder des Serviceclubs Round Table Kiel II haben sich wieder mächtig ins Zeug gelegt. Die vergangene Kieler Woche habe sie, wie in jedem Jahr, dazu genutzt, Getränke für einen guten Zweck zu verkaufen. Aufgestockt wurde der Erlös durch die Weihnachtsbaumaktion mit Tombola des Preetzer Garten- und Landschaftsbauers Lars Mirold.

Zusammengekommen ist die stolze Summe von 8.000 Euro. Den Reinerlös übergab der Präsident des Round Table Kiel Claas Rathje an drei gemeinnützige Vereine. Die Spende wird die Arbeit der hospiz-initiative, des Förderkreises für krebskranke Kinder und Jugendliche e.V. und des UKSH Freunde- und Fördervereins stärken.

Regina Barthel, Leiterin und Geschäftsführerin der hospiz-initiative Kiel e.V., nahm 3.000 Euro entgegen, die in Kinderprojekte der Initiative fließen sollen. Der Verein begleitet schwerkranke Kinder mit einer lebensverkürzenden Diagnose und deren Familien.

Viele Familien, die solch einen Schicksalsschlag zu verkraften haben und ein schwerkrankes Kind pflegen, seien früher oder später auf Transferleistungen angewiesen, ergänzt Barthel. Auch hier hilft der Verein, wenn die Krankenkasse Leistungen nicht bewilligt, oder wenn es um die Erfüllung „letzter Wünsche“ geht, wie zum Beispiel einen Ausflug in den Hansapark. Das Projekt KLEE der hospiz-initiative begleitet Kinder von Eltern mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung.

Die Partner-Organisation Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche e.V. kann ebenfalls 3000 Euro für seine Arbeit verwenden. Der Verein arbeite mit einem Team, das Leistungen erbringt, die die Kliniken nicht leisten können. Zentral sei der psychosoziale Dienst, der etwa die Kinder auf der Station während des Klinikaufenthaltes betreut oder auch zuhause – wo auch die Geschwister Unterstützung in dieser schweren Situation brauchen. Neben kleineren Aktionen wie gemeinsames Grillen, organisiert der Verein fünf Freizeiten im Jahr für betroffene und angehörige Kidne rund Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren, unter anderem Fahrten nach Grömitz und Sylt.

„Wir freuen uns über jede Hilfe, damit wir diesen Standard aufrechterhalten können“, sagte Ralf lange, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Diese Freizeiten seien kostenintensiv und die Spende werde zu 100 Prozent für diese verwendet.

2000 Euro gingen an den UKSH Freunde- und Förderverein „Wissen schafft Gesundheit e.V.“. Pit Horst, Leiter und Geschäftsführer der Stabsstelle Fundraising am Universitätsklinikum nahm die Spende entgegen. Der Verein werde das Geld in die Kinderkardiologie leiten. Denn auch hier könne die Klinik nicht alles leisten, bedauerte Horst und dankte für das „ganz tolle Engagement“. Das Geld werde für die Anschaffung von Geräten eingesetzt, um die Versorgung der kleinsten Patienten weiter zu verbessern.

Aktuell 19 Mitglieder hat der Kieler Round Table 79. Die 79 weist übrigens nicht etwa auf das Gründungsjahr hin (gegründet wurde der Kieler Table 1973), sondern auf die Reihenfolge der Gründungen. „Wir sind der 79. Club, der in Deutschland gegründet wurde“, erklärt Präsident Claas Rathje. „Es gibt über 220 Tables in Deutschland“, erläutert er weiter. „Wir kümmern uns um den Kieler Bereich, sind aber auch weltweit engagiert.“ So sei beispielsweise die Nepal-Hilfe und der Päckchen-Konvoi durch das Zusammenwirken von Round Tables verschiedener Weltregionen organisiert worden. Ziel ist soziales Engagement. Mit jährlichen Aktionen aber auch durch Unterstützung einzelner Projekte durch „Manpower“ bringen sich die Mitglieder ein. Das gesammelte Geld wird an gemeinnützige Projekte gespendet, einzige Bedingung ist: „Das Geld soll eins zu eins dort ankommen, wo es gebraucht wird.“ (eli)