Kiel zeichnet Nachhaltigkeitsprojekte aus

Ulf-Kämpfer-v.-li.-Marie-Delaperriére-Klaus-Reu-Marlene-Michaelis-Friederike-Groß-Dirk-Lindenau-Vesna-Dittmer-Friederike-Rückert-Peter-Todeskino-und-Kristin-Dahl

Kiel. Am Dienstag, 7. März wurde erstmalig der Kieler Nachhaltigkeitspreis von der Landeshauptstadt verliehen. Unter dem Motto „Plastik an und in der Kieler Förde“ konnten Initiativen ihre Ideen für ein nachhaltigeres Kiel einreichen. Fünf Projekte wurden mit Urkunden und Geldpreisen in einer Gesamthöhe von 5000 Euro für ihr Engagement ausgezeichnet.

Nachhaltigkeit ist kein neues Thema. Schon vor 25 Jahren wurde es beim UN-Gipfel thematisiert, so Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Doch das Thema geriet wieder in Vergessenheit „Heute ist es nötiger denn je, sich mit dem Konzept zu beschäftigen“, so Kämpfer. Mit dem Nachhaltigkeitspreis wolle Kiel die Menschen motivieren, aktiv zu werden. Zum vorgegebenen Thema „Plastik an und in der Förde“ reichten insgesamt 18 Projekte ihre Ideen für ein nachhaltigeres Kiel ein. Bewertet wurden die eingereichten Beiträge nach mehreren Kriterien, unter anderem Ressourcenschonung, Innovation, Vorbildfunktion und Zukunftsoffenheit.

Marie-Delaperrière und Peter Todeskino

Den ersten Preis in Höhe von 2500 Euro gewann Marie Delaperriére mit ihrem Lebensmittelgeschäft „unverpackt“ im Kronshagener Weg. Das verpackungsfreie Einkaufen vermeidet eine große Menge an Kunststoffabfällen. Zudem engagiert sich Delaperriére den Umweltgedanken weiterzutragen und informiert auf Veranstaltungen, in Vorträgen und Seminaren über ihr Ladenkonzept. Ein großes Müllproblem stellen Einweg-Becher für Heißgetränke dar. Die Zweiplatzierte Kristin Dahl von der Hochschulgastronomie des Studentenwerks setzt sich dafür ein, dass Mehrweg-Thermobecher in den Mensen der Kieler Hochschulen Verbreitung finden. Dafür erhielt sie ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. Eine ähnliche Lösung für dieses Problem bietet Klaus Reu vom Weltladen Kiel, der fairproduzierte Thermobecher aus Bambusfasern anbietet. Er teilte sich den dritten Platz mit zwei weiteren Projekten. Dazu zählte die Kunstpädagogin Friederike Rückert, die Unterrichtsmaterialien zum Thema „Müll aus dem Meer“ geschaffen hat und die

 

Jugendlichen Stella-Marie Groß, Vesna Dittmer und Marlene Michaelis mit ihren Film „Der künstliche Tod“. In diesem zeigen sie, dass Plastik im Meer der Umwelt und vor allem auch den Meeresbewohnern schadet. Ohne Platzierung, dafür aber mit einer Urkunde wurde das Konzept eines schiffsbasierten Abfallmanagement-Systems von Dirk Lindenau ausgezeichnet.

saa