Kenne Deinen Fisch!

Lachs in der Auslage eines Premium-Supermarktes in Shanghai/China. Kieler Forschende haben neue Methode entwickelt, um die Ernährung und Herkunft bestimmen zu können. FOTO: THOMAS LARSSEN, UNI KIEL

Kiel. Woher kommt der Lachs im Kühlregal? Ist der „Bio-Lachs“ wirklich aus nachhaltiger Aquakultur und war der „Wildlachs“ wirklich wild? Ein internationales Team unter Leitung von Forschenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Kieler Exzellenzclusters „Future Ocean“ hat nun mit dem „stable isotope fingerprinting“ eine neue Methode entwickelt, die genaue Rückschlüsse auf die Herkunft einzelner Fische ermöglicht. Die Leitung des Teams hatte Dr. Yiming Wang vom Leibniz Labor für Altersbestimmung und Isotopenforschung an der Universität Kiel. Die Methode basiert auf der Tatsache, dass Lachse sich in der Wildnis anders ernähren als in Lachsfarmen und Zuchtlachse in nachhaltiger Aquakultur anderes Futter bekommen als in konventionellen Betrieben. Die unterschiedliche Ernährung hinterlässt molekulare Spuren im Gewebe der Fische. Diese Spuren kann die neue Methode sichtbar und unterscheidbar machen. Die Forscher sehen im „stable isotope fingerprinting“ eine Chance, die Herkunft solcher Lebensmittel nachvollziehbar zu machen und damit für besseren Verbraucherschutz zu sorgen.