Keine Grenzen in Kiel – Sängerin Sarah Lesch tritt beim morgigen Benefizkonzert in der Pumpe auf

Sarah Lesch ist bekannt für ihre Mischung aus Chanson, Punk und Theatermusik – morgen auch in der Pumpe zu hören. Foto: Marcus Mlynek

Kiel. Sie zählt zu den umtriebigsten und produktivsten Liedermachern dieser Tage. Ihr Markenzeichen: scharf beobachtende Texte, die mühelos Elemente aus Chanson, Punk und Theatermusik integrieren. Am morgigen Donnerstag, 25. Oktober, spielt die Songpoetin Sarah Lesch in der Pumpe, Haßstraße 22, in Kiel. Lukas Meister und der Kieler Rainer Lebemann liefern den Support. Präsentiert wird das Konzert von „Kiel ohne Grenzen“. Als Moderatorin führt die Poetry-Slammerin Selina Kristin Seemann durch den Abend.

„Wir freuen uns sehr, dass Sarah für uns singt“, erklärt Event-Manager Julian Behrendt, und Stephan Altemark, der bei „Viva con Agua“ und dem Muddi-Markt zur Kieler Woche aktiv ist, ergänzt: „Sie hat eine ganz besondere Art, die Welt in sich und um sich zu betrachten. Und bringt einen dazu, immer wieder mit neuem Mut aufzustehen.“

„Wir machen einen Abend für alle Kieler. Mit Musikern, die nachdenklich, kämpferisch, verträumt die Welt beschreiben und neu bauen“, schwärmt Burkhardt Richard vom Kieler Jugendring.

Doch nicht nur Sarah Lesch tritt auf: Ihr Support ist Lukas Meister. Er hat die Erkenntnis: Das Dasein ist eine Aneinanderreihung von verwirrenden Situationen, die oft nur mit Humor zu ertragen sind. Die Songs, die aus dieser Einstellung heraus entstehen, sind keine Comedy. Vielmehr enthalten sie eine pointierte Darstellung menschlicher Abgründe, die mit einem Mindestmaß an Ironie versetzt sind.

Den Abend eröffnet der Kieler Künstler Rainer Lebemann. Der schmale Grat zwischen dumpfem Frohsinn und tiefem Weltschmerz einer längst verlorengegangen Zeit drückt sich für ihn am echtesten in einem wahren Melting-Pot aus: dem Rummelplatz. Schießstände, Fressbüdchen, krakenartige Schleudermaschinen – dem Hin und Her, dem Hin und Wieder werden hier die Möglichkeiten geboten und in seiner Limitiertheit auch wieder entzogen.

Der Veranstalter „Kiel ohne Grenzen“ ist ein Team aus begeisterten Aktiven auf, hinter und neben der Bühne. Gemeinsam stehen sie für ein offenes Miteinander – jenseits von Grenzen durch Herkunft, Handicap oder schlicht und einfach aufgrund von Ausgrenzung vom Kultur- und Sozialleben durch Armut.

Die Erlöse des Abends kommen zu gleichen Teilen dem Kieler Projekt „Kultur Grenzenlos“ und dem Verein „Hempels“ zugute. „Das alles wäre nicht möglich ohne unsere Unterstützer“, betont Julian Behrendt. So bietet die Pumpe bereits zum dritten Mal in Folge den großen Saal für die Veranstaltung an, andere Unterstützer sind der Förderverein Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein, die Evangelische Bank, Thomsen Werbemittel, In-Sound, Ströer, Roh Catering, Czernys Küstenbrauerei und das Junge Bühne Radio.

Karten für Kurzentschlossene gibt es morgen noch für 25 Euro an der Abendkasse der Pumpe.