Internationaler Museumstag

In der Sonderausstellung in der Kunsthalle zu Kiel zeigt die Künstlerin Anita Albus ihre augentäuschenden Werke, wie zum Beispiel das Bild mit dem Titel „Waldrappe in Weltlandschaft“. FOTO: SÖNKE EHLERT

Kiel.Die Kunsthalle zu Kiel verbindet Forschung und Vermittlung auf spannende und einzigartige Weise. Sie ist sowohl Universitätsinstitut als auch Kunstmuseum und zeigt als dieses immer wieder spannende Ausstellungen – auch zum internationalen Museumstag am 21. Mai.

Die Sonderausstellung der Künstlerin Anita Albus, die in München und Burgund lebt, bietet mit ihren augentäuschenden Werken jedem die Gelegenheit, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen. Mit Hilfe von Lupen und Guckrohren können kleine und große Forscher die präzisen Tier- und Pflanzendarstellungen der Künstlerin untersuchen.Der benachbarte Schlossgarten kann anschließend genutzt werden, um die heimische Flora und Fauna während einer Expedition zu erkunden. Auch im Freilichtmuseum Molfsee gibt es an diesem Tag viel zu entdecken: Neben Vorführungen  alter Handarbeitstechniken wie Tundeln, Häkeln, Klöppeln oder Doppelweben gehören auch Sonderführungen und verschiedene Workshops zu den Programmpunkten. Aus Anlass des internationalen Museumstags hat die Stiftung Schloss Eutin ein wenig bekanntes Kapitel der 800-jährigen Geschichte des Schlosses als Thema gewählt: Während und besonders in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg fanden bis zu 400 Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten ein Obdach in den historischen Räumen der alten Residenz. Dafür widmet sich die Stiftung einem Zeitzeugengespräch mit Erika Kaack: Die heute 77-Jährige war selber als Flüchtlingskind im Schloss Eutin untergebracht und erzählt am 21. Mai um 15 Uhr im Dialog mit Ulrike Unger aus ihrem Leben.

Sonntag, 21. Mai.

Alle teilnehmenden Museen unter:

www.museumstag.de