Helfer mit Stricknadeln: Rendsburgerin strickt Mützen für das Diakonische Werk des Kirchenkreises

Damit niemand frieren muss – Anneliese Düsterhöfts Mützen in der Ausgabestelle der Tafel in Osterrönfeld. Foto: Gitta Heinze

Rendsburg. Anneliese Düsterhöft strickt und strickt. Mütze um Mütze entstehen, Schals und Stulpen ebenso. Um die 300 Mützen hat die 85-jährige Rendsburgerin mittlerweile gestrickt und damit Bedürftigen geholfen. Denn Anneliese Düsterhöft strickt nicht für sich, sie strickt für das Diakonische Werk des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde und insbesondere die Rendsburger Tafel. Mittlerweile hat sie so über 300 Mützen gestrickt und weitergegeben. Sie konnte mittlerweile schon zweimal bei der Ausgabe der Tafel in Osterrönfeld und Jevenstedt mit dabei sein und dabei erleben, wie sehr sich die Menschen über ihre Strickwaren freuen.

Die Rentnerin hatte in der Zeitung von der Tafel und der Praxis ohne Grenzen gelesen und wollte gerne helfen. Und so gab sie zwei Kartons mit Mützen bei der Ausgabestelle der Tafel in der Bredstedter Straße sowie bei der Diakonie im Holstenhof ab. „Zum Glück hatten sie dort die Adresse von Anneliese Düsterhöft notiert“, berichtet Gitta Heinze, die sich bei der Rendsburger Tafel um die Spender kümmert.

„Ich habe dann eine Fotocollage erstellt, auf der Kinder mit den Mützen zu sehen waren, um Anneliese Düsterhöft eine Freude zu bereiten“, berichtet Heinze. Diese hat das sehr gefreut: „Ich hatte bis dahin noch keine so persönliche Rückmeldung erhalten.“ Der Kontakt war hergestellt. Seitdem versorgt Gitta Heinze die alte Dame mit Wolle, die ihr aus ihrem Umfeld gespendet wird. „Gemeinsam beraten wir, welche Mützen und Schals gerade bei Mädchen oder Jungen im Trend liegen“, sagt Heinze. Aktuell strickt Anneliese Düsterhöft Mützen in den Farben bekannter Fußballvereine, wie HSV, Bayern München oder Borussia Dortmund.

Die Strickbegeisterte, die im April 86 Jahre alt wird, strickt seit sie 14 ist. Damals fertigte sie das an, was in der Nachkriegszeit gebraucht wurde. Bis heute strickt sie tagein und tagaus, jetzt überwiegend Mützen, Schals und Stulpen. Dadurch, dass sie diese an Bedürftige weitergibt, sowie an Menschen, die Handgestricktes zu schätzen wissen, verbindet sie ihr Hobby mit einer guten Tat.