Gesunde Ideen: Healthcare Hackaton

Innovative Lösungen werden beim Programmierwettbewerb Healthcare Hackaton gesucht. Drohnen, die bei Inselrettungen zum Einsatz kommen und Defibrillatoren direkt beim Patienten abwerfen, sind eine davon. FOTO: PIXABAY

Kiel. Wie kann Technologie den Gesundheitsbereich vereinfachen, sodass Ärzte und Pfleger mehr Zeit für den Patienten haben? Unter dieser Fragestellung kommen Computerspezialisten beim Ideen- und Programmierwettbewerb, dem Healthcare Hackathon, zusammen.

Von Donnerstag, 21. September bis Sonnabend, 23. September, treten 17 Teams beim Healthcare Hackathon mit ihren innovativen Lösungen für medizinische Herausforderungen in der Sparkassen-Arena an. Ihr Ziel ist es, ihre Ideen so weit zu programmieren, dass die Jury von der Zukunftsfähigkeit und dem Nutzen überzeugt wird. Insgesamt gibt es Preise im Gesamtwert von 30.000 Euro zu gewinnen. Organisiert wird die Veranstaltung vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), den IT-Unternehmen IBM und Cisco sowie den Kieler Nachrichten.

Mehr Zeit für die Patienten

Schirmherr der Veranstaltung ist Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg. Er sieht großes Potential in den neuen Technologien: „Ich bin überzeugt, dass Digitalisierung eine Brücke zwischen ambulantem und stationären Bereich sein kann.“ Dem stimmt auch Vorstandsvorsitzender des UKSH, Prof. Dr. Jens Scholz zu: „Wir wollen 24/7 Gesundheit anbieten und Digitalisierung kann bei der lückenlosen Versorgung helfen.“ Schon jetzt gibt es eine Menge digitaler Analysesoftware, die Ärzten bei der Diagnose eine Entscheidungshilfe ist. Scholz sieht vor allem in Spracherkennungssoftware Chancen für große Zeitersparnis im Praxis- und Klinikalltag. Mehr Zeit für die Patienten sei das ausgesprochene Ziel des digitalen Wandels im Gesundheitsbereich, so Bart De Witte, Director Digital Health DACH bei IBM.

Geburtsstunde neuer Technologien

Beim Healthcare Hackathon wird an Ideen gearbeitet, die genau das erreichen möchten. Unter anderem gibt es Ansätze zu Robotern, die Pflegekräfte unterstützen und Drohnen, die bei Inselrettungen zum Einsatz kommen und im Notfall Defibrillatoren direkt beim Patienten abwerfen. „Spannend ist auch die Entwicklung einer Software, die die Wahrscheinlichkeit für Notfälle anhand von Social Media, Wetter- und Verkehrsdaten vorhersagen kann“, sagt Dr. Christian Elsner, Kaufmännischer Direktor vom UKSH, Campus Lübeck. Wer sich für das Thema Gesundheit und zukünftige Entwicklungen interessiert, kann während des gesamten Zeitraums des Hackathon in der Sparkassen-Arena vorbeikommen und den „Hackern“ über die Schulter schauen. Die Sieger des Wettbewerbs werden auf der Messe „Gesundheit morgen“ am Sonnabend, 23. September gekürt. Dort werden zudem über 30 Aussteller über das Thema digitale Gesundheit informieren.

Ideen, die beim Programmierwettbewerb nicht gewinnen, haben die Chance in einem Innovation Hub mit Unterstützung vom UKSH und IBM weiterentwickelt zu werden. Wichtiger Anlaufpunkt für den Wissensaustausch und die Vernetzung mit Startups verschiedener Branchen wird dabei der neue Coworking-Space der Kieler Nachrichten „Fleet 7“ sein. (saa)