Geo step by step

Mit Hilfe von Solarkocher, Lars, dem Eisbären und Holzhubschrauber bringt Eva Börnig Kindern das Thema Klimaschutz nahe. FOTO: GÖD

Kiel. Seit 22 Jahren geht der Verein „Geo step by step“ Schritte auf dem Pfad der Umweltbildung. Der Radius der Aktivitäten beträgt rund 50 Kilometer. Doch es geht um weltweite Themen und Aspekte, die in Urzeiten hineinreichen.

Die Vereinigung ist wie andere Umweltinitiativen unter dem Dach des Vereins „Kollhorst“ angesiedelt. Allerdings finden die wenigsten Veranstaltungen von „Geo step by step“ auf dem idyllischen Gelände und in dem Bauernhaus statt. „Wir gehen in Jugendherbergen, Schullandheime, Kindergärten und Schulen“, erzählt die Vorsitzende Eva Börnig. „und wir bieten Rallyes, Führungen und Exkursionen an.“ Rund 60 Prozent der Angebote zielten auf Kinder und Jugendliche, 40 auf Erwachsene, so die Geologin, die zu den Gründungsmitgliedern zählt.

Ursprünglich waren es Geo-Wissenschaftler, die aktiv im Verein mitgearbeitet haben. Jetzt engagieren sich verschiedene Berufsgruppen. Zu den 15 ehrenamtlich Aktiven gehören eine Friseurin, ein technischer Zeichner, ein Kaufmann, Biologen, Grafiker, Erzieher, Lehrer und Rentner mit unterschiedlichem Berufshintergrund sowie Studierende, die im Verein ein Praktikum machen. Sie alle haben sich in einen Themenbereich eingearbeitet und geben ihr Wissen auf die eine oder andere Weise weiter. „Wir können noch mehr Mitarbeiter gebrauchen“, erzählt die Vorsitzende des 40 Mitglieder zählenden Vereins.

Sie selbst konzentriert sich auf die Themen „Klima“ und „erneuerbare Energien“. Den „Solarkocher“ im Gepäck, besucht sie zum Beispiel Kindergartengruppen. Diese erleben, wie die Sonne durch die Reflektionen auf eine Art Satellitenschüssel die Suppe zum Kochen bringt – und das ganz ohne Strom, Gas oder Holz. Die Kinder können auch selbst mit Hilfe von Pappe und Silberfolie einen solchen Kocher bauen. Von der Kita bis zur Oberstufe reichen die zwei- bis vierstündigen, dem Niveau der Adressaten angepassten Veranstaltungen.

An Sieben- bis Zehnjährige richtet sich die Kindergruppe „Geo-Kids“, die nach den Sommerferien neu startet und sich ein Jahr lang mit verschiedenen naturwissenschaftlichen Bereichen beschäftigt. Sie trifft sich einmal im Monat, um unter anderem Veränderungen an der Steilküste in Schilksee zu beobachten und Steine oder Versteinerungen zu sammeln. Die Teenies, „Geo-Fossis“ genannt, kommen ebenfalls einmal monatlich zusammen. „Unsere Jugendgruppe führt auch Kindergeburtstage am Strand durch“, erklärt Börnig. „Die Geo-Fossis begleiten Kids bei Rallyes mit Schatzsuche, Lupe und Kompass.“ Auch eine Steinzeitschnitzerei steht für Kindergeburtstage auf dem Programm des Vereins, der ebenfalls im Rahmen des Ferienpasses Angebote macht.

Nicht nur mit Natur befasst sich „Geo step by step“, sondern auch mit Archäologie und Stadtgeschichte. In Zusammenarbeit mit Kiel-Marketing stellen die Tourenleiter Führungen der besonderen Art auf die Beine. Bei Rundgängen zu Themen wie „Armes Weib und Edelfrau“ oder „Kiel verkehrt“ wird Hintergrundwissen anschaulich und nicht selten mit Humor vermittelt. Neu im Programm ist eine „Antimilitaristische Stadtrundfahrt“.göd

Nähere Infos unter www.geostepbystep.de