Fußgänger vs. Radfahrer

Der Wald

Kiel. Viele gute Ideen und Anregungen zur Umgestaltungen und Attraktivitätssteigerung des Schützenparks hatten die Besucher bei der Bürgerveranstaltung im November 2016. Dank einer Finanzspritze von 300.000 Euro aus dem Fonds „Gemeinsam Kiel gestalten“ kann das Grünflächenamt nun mit der Umsetzung erster Maßnahmen beginnen. „Wir wollen dazu beitragen, den Schützenpark zu erhalten und funktional zu stärken, erklärte Frank Karbaum vom Grünflächenamt in der aktuellen Sitzung des Ortsbeirats Mitte. Ein neuer Radweg Das Haupt-Augenmerk soll dabei auf vor allem auf die Wege im Park gerichtet werden. Häufig kommt es hier zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern. Deshalb plant das Grünflächenamt, den Radweg entlang des Schützenwalls in einen besseren Zustand zu versetzten, damit er wieder von den Radlern genutzt wird, die jetzt durch den Park fahren. „Wir werden den Bewuchs entlang des Radwegs auf einer Breite von einem Meter herausnehmen, damit die Radfahrer mehr Luft und Platz haben. Damit wollen wir eine kurzfristige Entschärfung der Radfahrproblematik erzielen, bei der keine hohen Kosten anfallen und hoffen dann, dass der Radweg wieder angenommen wird“, erläuterte Frank Karbaum. Hochwertige Pflanzen Ebenfalls etwas gerodet werden soll der Bewuchs rund um den Bunker. Hier möchten die Mitarbeiter des Grünflächenamtes die bisherigen Sträucher durch höherwertige Pflanzen ersetzen. Im Bereich der Hermann-Weigmann-Straße ist eine Bienenweide geplant. Das wird zum Natur- und Tierschutz gleichermaßen beitragen. Verschönerungsmaßnahmen soll es auch rund um den Schützenteich geben. Am nördlichen Ufer kann sich Frank Karbaum eine Steganlage mit Plattform vorstellen, die eventuell von Pagoden mit Sitzbänken gesäumt wird. Im Bereich der Zastrowstraße schwebt den Mitarbeitern des Grünflächenamtes eine parkartige Eingangssituation vor. Umzäunung des Verkehrsübungsplatzes Am Eingang Gellertstraße könnte ebenfalls ein kleiner Platz mit einem Imbiss-Pavillon angelegt werden. Und auch jenseits der Hermann-Weigmann-Straße möchte das Grünflächenamt irgendwann tätig werden: Hier soll die Umzäunung des Verkehrsübungsplatzes wegfallen und die Fläche in den Park integriert werden. „Der Schützenpark bietet Möglichkeiten zur Umgestaltung für mehrere Jahre“, so Frank Karbaum. Und seine Kollegin Nicole Holz ergänzt: „Wir haben ein sehr umfassendes Konzept erarbeitet. Nicht alle geplanten Maßnahmen lassen sich mit den 300000 Euro sofort umsetzen.“ Verschönerung am Teich Damit das Geld fließt, müssen die geplanten Maßnahmen noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden. Der Ortsbeirats Mitte ist mit den Plänen einverstanden und wünscht sich, dass vor allem die Verschönerung des Teich-Umfelds zuerst in Angriff genommen wird. kae