Für ein sicheres Zusammenleben

Das Traditionsschiff MS Stadt Kiel muss mit neuen Rettungswesten ausgestattet werden. Die Mitglieder des Fördervereins hoffen, dass sie das Geld dafür aus dem städtischen Fördertopf von "Gemeinsam Kiel gestalten" bekommen. Foto: kae

Kiel. „Gemeinsam Kiel gestalten““– unter diesem Motto stellt die Stadt Kiel auch 2017 wieder Geld zur Verfügung, um Projekte und Maßnahmen in ihren Stadtteilen zu unterstützen, die eine nachhaltige Aufwertung, eine Förderung von nachbarschaftlicher Zusammenarbeit und ein sicheres Zusammenleben zum Ziel haben. Insgesamt 100000 Euro stehen dafür bereit. Entsprechende Förderanträge können von Vereinen, gemeinnützigen Einrichtungen, Stadtteilinitiativen und Ortsbeiräten gestellt werden. Im Ortsbeirat Mitte wurden nun sechs entsprechende Projekte aus dem Ortsbeirats-Gebiet vorgestellt. Vier davon halten die Mitglieder des Stadtteil-Gremiums für unterstützenswert.

So auch den Nähkurs mit jungen Mädchen und Frauen, den die Initiative „Kiel hilft Flüchtlingen“ in den Sommerferien anbieten möchte. Mitmachen sollen sowohl Geflüchtete als auch Kielerinnen. „Beim Nähen öffnen sich die Mädchen und Frauen, das Deutsch-Sprechen fällt ihnen leichter und es entstehen Freundschaften“, erläuterte Organisatorin Claudia Friedinger. Außerdem können Vorurteile abgebaut und die Geflüchteten in die deutsche Nachbarschaft integriert werden. Stattfinden soll der Kurs im geplanten Begegnungszentrum des Vereins im Kieler Stadtzentrum. Die dafür nötige Fördersumme beträgt 2000 Euro.

Deutlich mehr finanzielle Unterstützung, nämlich 14400 Euro, benötigen Michael Päpke und Daniel Müller für ihr Projekt „Querbeet 2017 – Urbane Transformation“ in der Alten Mu. An zwei Tagen im September wird sich bei der Veranstaltung, die eine Mischung aus Messe, Kongress und Fest ist, alles um die Frage „Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?“ drehen. „Es wird Vorträge, Workshops , Ausstellungen und Angebot für Kinder geben“, erklärte Michael Päpke. Ziel dabei sei es, dass Kieler Bürger mit den Referenten in Dialog treten, sich inspirieren lassen und so neue Impulse für die Stadt Kiel einbringen.

Ebenfalls in der Alten Mu angesiedelt ist die geplante Vortragsreihe zur Architektur von morgen, die Architekt Florian Michaelis unter dem Titel „WerkStadtGespräche“ plant. Dazu möchte Michaelis überregional bekannte Architekten, Stadtplaner und Wissenschaftler einladen, die bereits besonders innovative Bauprojekte realisiert haben. Die Vorträge sind für alle Bürger offen und sollen zu lebhaften Diskussionen über nachhaltige Bauweisen, neue Wohn- und Arbeitswelten oder über Mobilitätskonzepte anregen. Zur Umsetzung dieses Projekts benötigt Florian Michaelis einen Förderbeitrag in Höhe von 12.400 Euro.

120 neue Schwimmwesten für Erwachsene und zwölf neue Schwimmwesten für Kinder würde der Förderverein der MS Stadt Kiel gerne für das 83 Jahre Traditionsschiff kaufen. „Die Sicherheit für unsere Gäste und die Besatzung muss gewährleistet sein. Die alten Schwimmwesten müssen deshalb dringend ersetzt werden“, erläuterte zweiter Vorsitzender Gerhard Möller. 3880 Euro sind für den Schwimmwesten-Kauf nötig. Die Mitglieder des Vereins hoffen, dass sie das Geld aus dem Topf von „Gemeinsam Kiel gestalten“ bekommen. Schließlich sei die MS Stadt Kiel ein Aushängeschild für die Landeshauptstadt, so Möller.

Darüber, welchen Projekten schließlich eine finanzielle Förderung zugute kommt, wird eine Jury in den kommenden Wochen abstimmen. kae