Für ein Jahr verhüllt

Noch für circa ein Jahr bleibt das historische Gebäude unter einer riesigen Hülle versteckt. FOTO: JUTTA DRABEK, ZOOLOGISCHES MUSEUM

Noch bis Sommer 2019 wird die Fassade des Zoologischen Museums restauriert

Kiel. Seit der Kieler Woche präsentiert sich das Zoologische Museum in einer 1100 Quadratmeter großen Hülle mit eindrucksvollen Bildern aus den Ausstellungen: Grund hierfür sind umfassende Bauarbeiten an dem historischen Gropius-Bau. Das Mauerwerk ist altersbedingt teilweise stark beschädigt, sodass bei Stürmen und häufigen Frost-Tau-Wechseln die Fassade zu bröckeln begann. Die Fassade wird jetzt schonend gewaschen und Schadstellen werden ausgebessert. Zusätzlich werden Reparaturarbeiten am Dach vorgenommen. Das Gerüst wird bis mindestens Sommer 2019 mit der Umhüllung stehen bleiben. Die Kosten für die Bauarbeiten belaufen sich auf rund 450.000 Euro.

Neben der Fassadensanierung wird der in Teilen noch vorhandene Bauschmuck restauriert und repariert. In diesem Zuge wird derzeit mit der Denkmalpflege überlegt, den noch vorhandenen preußischen Seeadler wieder an seinem historischen Standort auf dem Dachfirst des Museums anzubringen. Seit der Eröffnung des Museums 1881 waren zwei Adlerfiguren aus Sandstein auf dem Dachfirst der beiden Stirnseiten des Museumsgebäudes angebracht. „Nur eine der Figuren überstand den Zweiten Weltkrieg unversehrt und wurde seit den 1980er-Jahren in einem Außenlager des Zoologischen Museums eingelagert“, berichtet Privatdozent Dr. Dirk Brandis, Leiter des Zoologischen Museums.

Darüber hinaus wurde das Dach im Vorfeld wegen eines historischen Brandschadens auf seine Tragfähigkeit untersucht. Dementsprechend werden im Zuge der jetzigen Arbeiten alle Fenster und die Dachhaut des Laternendaches umfangreich restauriert.