Fotografie als neues Kunstmedium – Klassiker bis 26. August im OH-Museum

August Sander, Der Maler Anton Räderscheid, Köln, 1927, Edition der griffelkunst, © Die Photographische Sammlung / SK Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln / VG Bild-Kunst,

Eutin. Wie gingen Künstler wie Heinrich Zille, Man Ray oder René Margritte mit der Fotografie als damals neuem Kunstmedium um? Anhand ausgewählter Arbeiten dieser und anderer Künstler erläutert das am kommenden Donnerstag Dr. Julia Hümme bei einem Rundgang durch die aktuelle Ausstellung im Ostholstein-Museum in Eutin. Dabei wird sie auch historische Entwicklungen innerhalb dieser noch relativ jungen Kunstgattung darlegen und die Besonderheiten einzelner Fotos erläutern.

Noch bis Sonntag, 26. August, zeigt das Ostholstein-Museum in Eutin, Schlossplatz 5, unter dem Titel „Klassiker der Fotografie“ 85 Exponate aus der Sammlung historischer Fotos der Edition Griffelkunst, die die Besucher in die Zeit der beginnenden Auseinandersetzung mit der Fotografie als Kunstmedium führen.

Die Ausstellung im Ostholstein-Museum stellt eine Auswahl von Pionieren der Fotografie-Geschichte vor und entfaltet damit ein vielschichtiges Bild der experimentellen, künstlerischen Fotografie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Beginnend mit den „Künstler-Fotografen“, also jenen Autoren wie Man Ray und László Moholy-Nagy, die neben den traditionellen Gattungen zunehmend auch die Fotografie zu ihrem Medium erklärten, schließen sich stilbildende Künstler wie René Magritte, Alexander Rodtschenko, Germaine Krull, August Sander oder Heinrich Zille an. Deren Arbeiten beleuchten in den Genres Akt und Porträt, Stillleben und Stadtansichten, Journalismus und frühe angewandte Fotografie alle wichtigen Tendenzen der Fotografie des 20. Jahrhunderts.

Fotoausstellung im Ostholstein-Museum, Schloßplatz 1, Eutin. Die Führung mit Dr. Julia Hümme beginnt am Donnerstag, 26. Juli, um 18 Uhr.