Finale der Champ-Mannschafts-Trophy

Das Team der Turniergemeinschaft nach Maas gewann das Finale der Champ-Mannschafts-Trophy in Felmerholz bereits zum zweiten Mal. Credit: Jessica Bunjes

Felmerholz. Was bis dahin noch kein Team geschafft hatte, gelang just in Felmerholz den Reiterinnen der Turniergemeinschaft nach Maas: Zum zweiten Mal in Folge holte das Team den Gesamtsieg der Champ-Mannschafts-Trophy.

Schon seit die Mannschaft die zweite Etappe der Springturnierserie auf Zwei-Sterne-A-Niveau in Schönberg gewonnen hatte, führte sie das Ranking an, zeigte konstant gute Leistungen und sicherte sich ebenso souverän den Sieg im Finale. 18 Mannschaften waren Anfang April in die neunte Saison der beliebten Serie gestartet, um in fünf Qualifikationen auf Turnierplätzen in Eutin, Schönberg, Landgraben, Rendsburg und Waabs sowohl reiterliches Können als auch Teamgeist zu beweisen. „Die Serie hat den Zusammenhalt in den Vereinen während der bisher neun Auflagen deutlich gestärkt, Mannschaftsprüfungen gefördert und damit in Schleswig-Holstein durchaus Vorbildfunktion gehabt“, findet Thomas Johannsen (Havetoft), Vertreter des Hauptsponsors Champ Pferdefutter.

Sieben punktbeste Mannschaften qualifiziert

Früher seien in Mannschaftsspringen maximal fünf Teams an den Start gegangen, fügt Ann-Kristin Baumann von der Hauptgenossenschaft Nord AG hinzu. „Heute können es alle kaum erwarten, dass es los geht“, so Baumann. Die acht punktbesten Mannschaften qualifizieren sich für das große Finale in Felmerholz, das in zwei Umläufen ausgetragen und mit doppelter Punktzahl gewertet wird, so das Regelwerk. Dennoch ritten am Sonntag nur sieben Mannschaften in den von Kurt Brand gebauten Parcours: Weil kurzfristig Pferde ausgefallen waren, musste das zuvor auf Rang sechs platzierte Team Landgraben auf seinen Startplatz im entscheidenden Springen verzichten. Grund zum Feiern hatte dagegen die TG nach Maas. Als einzige Mannschaft galoppierten Janet Maas auf My Chance, Sarah Reschke auf Enzo, Thea Struck auf Mary Lou und Frederike Sawade auf Coraco fehlerfrei durch beide Umläufe, erreichten außerdem die beste Zeit und sprangen mit einem Endstand von 164 Punkten auf die Siegertreppchen von Finale und Gesamtwertung. Zwar ritt das Team um Janet Maas (Melsdorf) zum ersten Mal für ihren neu gegründeten eigenen Verein, gewann im Vorjahr jedoch in gleicher Teamzusammensetzung für ihren damaligen Reitverein Felm. Der gastgebende Felmer Reitverein, dessen erster Vorsitzender und Turnierchef Thomas Stahl die Serie 2009 ins Leben gerufen hatte, war seit der ersten Auflage dabei und auch Janet Maas eine Reiterin der ersten Stunde. „Dieses Jahr war es für uns aber noch einmal etwas ganz Besonderes, weil wir für unseren neuen selbst gegründeten Verein geritten sind“, erzählt die gelernte Versicherungskauffrau, die auf dem Hof Heitholm der Famile Kasch in Melsdorf gerade das Reiten zum Hauptberuf gemacht hat. „Als Führender steht man ja ohnehin unter Druck, da sind am Ende doch einige Freudentränen geflossen“, berichtet die 30-Jährige.

Top-Bedingungen

Auf dem Turnierplatz ihres ehemaligen Heimatvereins fanden die nun in Melsdorf trainierenden Reiterinnen Top-Bedingungen vor. „Seit etwa zehn Jahren werden hier jedes Jahr vor dem Turnier 50 Tonnen Kies auf den Platz gefahren, das sind zwei LKW-Ladungen voll“, erzählt Turnierchef Stahl. Das Konzept hat sich bewährt, trotz heftiger Regenfälle in der Nacht zuvor hielt der Platz allen Pferdehufen des Turniers stand, bei dem bis zur Klasse M** geritten wurde und ermöglichte allen Reitern sichere Runden. Im Gegensatz zu den beiden letzten Qualifikationsspringen, die Kropp I gewonnen hatte, fiel bei der ersten Mannschaft aus Kropp im Finale dennoch eine Stange zu Boden, so dass es für das Team im Finale wie in der Gesamtwertung mit 156 Punkten bei Platz zwei blieb. Um nur einen Punkt verpasste Schwesterteam Kropp II einen Aufstieg im Ranking. Mit zwölf Fehlerpunkten reichte es im Finale zwar für den vierten Platz, mit insgesamt 138 Punkten jedoch nicht an Birkengrund-Schönhorst I heran, die sich im Finale zwar nur an fünfter Stelle platzierten, im Endergebnis jedoch mit einem Punkt Vorsprung Platz vier erreichten. Auch Serienneuling Husberg blieb seiner bisherigen Rangierung treu. Zwei Abwürfe bedeuteten schließlich Platz drei im Finale, einen Kontostand von 149 Punkten und somit weiterhin Platz drei im Gesamtergebnis. Eine neue Chance gibt es im nächsten Jahr: „Das zehnjährige Jubiläum der Champ-Mannschafts-Trophy werden wir auf jeden Fall wieder unterstützen“, sicherte Baumann bereits zu.Jessica Bunjes