Faszinierende Bilderreise:„Planet Wüste“

Kiel. Michael Martin geht mit seiner Multivision „Planet Wüste“ wieder auf Tournee. Nach dem großem Erfolg im letzten Winter ist er erneut auf Tour und kommt am Freitag, 24. März, ins Kieler Schloss.

Der bekannte Fotograf und Autor Michael Martin präsentiert seine Live-Multivisionsshow „Planet Wüste“, eine faszinierende Bilderreise durch die Trocken- und Eiswüsten der Erde. Es verbindet Fotografie, Geographie und Abenteuer auf einmalige Art und Weise als Vortrag, Bildband, TV-Film und Ausstellung. Michael Martin reist mit seinen Zuschauern vom Nordpol zum Südpol und umrundet dabei viermal die Erde – mit Motorrad, Hundeschlitten, Kamel, Geländewagen, Helikopter und auf Skiern.

Die Multivisionsshow beginnt in der Arktis am Nordkap und führt über Spitzbergen und Sibirien nach Alaska, Kanada und Grönland bis schließlich zum Nordpol. Die zweite Erdumrundung beginnt in der arabischen Rub al Khali und nimmt ihren Weg über die asiatischen und nordamerikanischen Wüsten bis in die Sahara. Auf der Südhalbkugel stehen die Namib und Kalahari sowie die australischen und südamerikanischen Wüsten im Mittelpunkt. Die vierte Erdumrundung führt Michael Martin rund um die Antarktis und schließlich zum Südpol.

Im Interview berichtet der Globetrotter von seinen spannenden Reisen und gibt einen Ausblick in die Zukunft.

Sie berichten bereits seit mehr als 30 Jahren über Ihre Reisen in die Wüsten der Erde. Woher kommt Ihre Faszination mit Wüsten?

Ich bin fasziniert von der reduzierten Ästhetik der Wüsten, ihrer Klarheit und Transparenz. Ferner findet das Leben faszinierende Wege, mit den lebensfeindlichen Bedingungen umzugehen. Als Geograph erschließt sich mir auch ein Stück Erdgeschichte in den Wüsten. Ausserdem sind Wüsten immer noch Abenteuer pur.

An welches Erlebnis in welchem Land denken Sie besonders gerne zurück und warum?

Nach 35 Jahren mit 300 Reisen kann ich nur allgemein antworten – es waren immer wieder die Begegnungen mit Wüstenbewohnern, die mich sehr beeindruckten.

In 2009 haben Sie mit Ihrem neuesten Projekt „Planet Wüste“ begonnen, bei dem neben Trockenwüsten auch Kälte- und Eiswüsten der Arktis und Antarktis im Fokus stehen. Dafür unternahmen Sie innerhalb von sechs Jahren 40 Reisen und Expeditionen in die entlegensten und extremsten Gebiete der Erde.

Wie haben Sie sich auf Ihre Reisen vorbereitet? Und haben Sie Reise-Tipps für abenteuerlustige Leser?

Ich bereite nur das Nötigste vor, Flug, Papiere, Kamera. Mein Tipp an die Leser ist, Reisen nicht komplett vorauszuplanen. Ich weiß am Morgen meist noch nicht, wo ich abends schlafen werde. Das schafft Freiheit und Raum für Spontanität.

Welche Wüste, die Sie besucht haben, weist die extremsten Bedingungen vor?

Bei den Trockenwüsten ist es die Sahara, schon aufgrund ihrer enormen Dimensionen. Die Temperaturen steigen auf bis zu 55°C, die Verdunstung ist in manchen Gebieten so hoch, dass ein 6 m tiefer See in einem Jahr wegverdunstet wäre. In den Polarregionen ist es die Eiswüste Antarktis, unberührt, makellos und unendlich groß.

Wie gelingt es Ihnen, zwischen Ihren Expeditionen zur Ruhe zu kommen und wieder im Alltag anzukommen?

Ich komme nicht zur Ruhe….Am ehesten noch in der Natur, bei Spaziergängen oder Wanderungen mit meiner Frau – garantiert ohne Kamera.

 Haben Sie bereits ein neues Projekt im Blick?

Ich überlege, mir in Zukunft auch andere Naturlandschaftszonen der Erde anzusehen – die Regenwälder und Steppen zum Beispiel. Die Erde ist so groß und schön, dass ich noch lange reisen und fotografieren möchte.

Das Interview führte Esther Acason.

Freitag, 24. März, Beginn: 19.30 UhrKieler Schloss, Dänische Str. 44, Kiel. Eintrittskarten sind online erhältlich unter www.michael-martin.de/tickets

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