„Fairnetz“ – Ein Nachhaltigkeits-Netzwerk für Kiel

Henriette Scholz, Lea Giesecke, Julian Sonntag, Sinje Grenzdörffer und Anastasia Vasuillina (v.l.n.r.) sind das Team von „Fairnetz“. Foto: Sabrina Aust

Die Stundentinnen Anastasia Vasuillina (li.) und Sinje Grenzdörffer haben das „Fairnetz“ mitentwickelt.
Foto: Fairnetz

Kiel. Die Nachhaltigkeitsszene in Kiel wächst. Um bei so vielen Läden und gemeinnützigen Initiativen den Überblick zu behalten, hat das Projekt „Fairnetz“ nun ein Online-Verzeichnis erstellt. Wo gibt es in Kiel fairen Kaffee zu kaufen? Wo ist der nächste Lastenrad-Verleih? Und wo wird ein gutes Bio-Mittagessen angeboten? Wer in Kiel nach nachhaltigen Angeboten sucht, hatte bisher keine konkrete Anlaufstelle. Ein Verzeichnis aller ökologischen, sozialen und fairen Läden und Initiativen fehlte. Das erkannten auch Studenten der „School of Sustainability“ an der Christian-Albrechts-Universität. „In unserem Studium stecken wir in einer Nachhaltigkeitsblase. Jeder weiß von irgendwelchen Projekten und Veranstaltungen, aber keiner hat so richtig den Überblick“, sagt Julian Sonntag. Daher startete er zusammen mit seinen Kommilitonen Sinje Grenzdörffer, Henriette Scholz und Anastasia Vasuillina, sowie Muthesius-Studentin Lea Giesecke das Projekt „Fairnetz“.

Fairnetz

Ihre Idee: eine Online-Plattform, die es Kielern erleichtern soll, nachhaltige Projekte zu finden. Nun wurde ihre Idee beim yooweedoo Ideenwettbewerb ausgezeichnet und sie erhalten eine finanzielle Unterstützung von der Gesellschaft für Energie- und Klimaschutz Schleswig-Holstein. Zum Konzept gehört aber nicht nur eine Website, über soziale Medien wie Facebook und Instagram versucht Fairnetz die jungen Leute aus Kiel zu erreichen. Monatlich verteilen sie kostenfrei einen Veranstaltungskalender, der als Newsletter abonniert werden kann und online jederzeit einsehbar ist. „Bei der Erstellung des Kalenders sind wir auch auf Hinweise von außen angewiesen“, sagt Henriette Scholz. Jeder, der etwas im Nachhaltigkeitsbereich macht, kann sich an das Team wenden und sein Projekt oder seine Veranstaltung ins Verzeichnis aufnehmen lassen. Ein wichtiger Kooperationspartner von Fairnetz ist der Muddi Markt Verein. Dieser steckt mitten in der Entwicklung eines Wegweisers für nachhaltigen Konsum in Kiel. Ein Verzeichnis in Papierform. „Fairnetz ist die Online-Variante dieser Idee. Es bot sich an, bei dem Projekt einzusteigen und Energie und Wissen zu teilen“, so Scholz. Ganz in diesem Sinne verbreitet Fairnetz auch Blogbeiträge von Kieler Blogs, die sich mit Umweltthemen beschäftigen. „Uns ist ein Miteinander wichtig. Wir sind ein Netzwerk. Wir arbeiten zusammen. Wir teilen das“, so Scholz. „Langfristig sind auch Netzwerktreffen oder Stammtische geplant“, sagt Scholz.

Der Austausch soll nicht nur unter Privatpersonen, sondern auch unter Ladenbesitzern stattfinden. saa

Mehr Informationen gibt es unter www.fairnetz-kiel.de